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{ungeskriptet} by Ben · @ben_ungeskriptet
Words
19,002
Runtime
3:31:57
Speaking pace
90wpm
Reading time
79min
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Opening (first 30 seconds)
Ich habe als Schurleiter nicht immer kooperiert. Ich habe öffentlich Kritik geübt und ich habe für Unruhe gesorgt. Es gab Schüler, die Schutzgeld erpresst haben. Ist alles aktenkundig ist, sogar der Head auf dieser Bande ist verurteilt worden. Mit dem saß ich dann später zusammen
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Ich habe als Schurleiter nicht immer kooperiert. Ich habe öffentlich Kritik geübt und ich habe für Unruhe gesorgt. Es gab Schüler, die Schutzgeld erpresst haben. Ist alles aktenkundig ist, sogar der Head auf dieser Bande ist verurteilt worden. Mit dem saß ich dann später zusammen im Knast und der hat mich dann Meine Schule, an der ich gearbeitet habe, ist offiziell gelabelt worden als Brennpunktschule. Also habe ich bei jedem Drogenkonsum, bei jeder Gewalttat das gemacht, was mir das Schulgesetz gesagt hat, gemeldet.
Aber das ist nicht schön, wenn jedes Mal die Bullen da stehen und Eltern sich fragen, was läuft da eigentlich? Dieser Sitten und Moralverfall, den sehen wir nicht nur bei den Schülern, sondern den sehen wir dann auch ganz explizit im Elternhaus. Und ich hatte verdammt viele Lehrer. Spätestens nach ein 2 D Jahren kriegen die auf dem Zahnfleisch. Deshalb haben wir jetzt diesen krassen Lehrermangel. Da habe ich festgestellt, boah, da ist ganz schön was im Aren.
Man weiß ja, glaube ich, dass in den letzten Jahren die durchschnittlichen Noten, insbesondere Abitur, besser werden und das Bildungsniveau sinkt. Also, wir haben bessere Noten für schlechtere Leistung. Ja, ist korrekt. Zunehmend ist es so, dass wir aufgrund des Lehrermangels Leute einstellen, deren Qualifikation nicht vorhanden ist. Wir haben also einen massiven Bildungsabfall. Wir fassen die Fächer Geschichte, Geografie und Politik zusammen als den Fachbereich Gewi, Gesellschaftswissenschaften und dann verkaufen wir das als Innovation.
Da wird also extrem freizügig auch finanziert. Immer wieder finanziert. Da scheint Geld für da zu sein. Die Schulen haben das Geld. Die Frage ist nur, wo landet das Geld? Mir scheint es, als würden sich da Leute möglicherweise die Taschen voll machen. Und die Frage muss ja jetzt sein, lieber Ben, ist das alles so gesetzlich gewollt? Einige Leute stören sich massiv daran, was ich hier tue, nämlich Leute einzuladen, deren Perspektive zu hören, sie nicht zu unterbrechen und es nicht einzuordnen.
Dieses Gespräch war ein ganz besonderes, denn ich weiß, dass Marcel massive Risiken damit eingegangen ist, hier in diesem Podcast zu kommen und auch auf uns wurde durchaus Druck ausgeübt, dieses Gespräch nicht zu veröffentlichen. Meine Aufgabe ist nicht zu zensieren oder einzuordnen, sondern zuzuhören. Und heute höre ich einem ehemaligen Schulleiter zu. Ich wollte verstehen, wie schlimm steht es denn um das Bildungssystem wirklich?
Was sind denn die Probleme, die dort vorherrschen? Wie könnte man sie lösen? Und warum gibt es so viel Gegenwind und warum ist sein persönliches Risiko so hoch hier hinzukommen? Und wenn du mich dabei unterstützen willst, diesen Podcast hier zur Plattform für Meinungsfreiheit zu machen, dann abonniere gerne ungeskriptet auf YouTube, Spotify oder überall, wo es Podcast gibt. Das kostet dich kein Cent, hilft mir aber mega das Ganze hier sehr, sehr krisensicher und groß zu machen.
Und jetzt gute Erkennisse mit Marcel Miserius umgeskriptet. Du hast mir gerade einen Screenshot gezeigt äh oder besser gesagt ein E-Mail und da steht sinngemäß drin, du darfst nicht zu mir in Podcast kommen oder solltest nicht zu mir in Podcast kommen. Jetzt bist du trotzdem hier. was mich sehr freut. Äh, warum darfst du nicht oder was darfst du und was darfst du nicht? Ja, ich bin grundsätzlich pensionierter Beamter.
Man mag es nicht glauben. Ich bin 43 Jahre alt, habe zuletzt als Schulleiter in den verschiedenen Funktionen gearbeitet. Ähm zum meinen als Schulleiter, zuletzt dann als stellvertretender Schulleiter und habe Dinge miterlebt, äh die vielleicht, wenn man sie aus der Metaebene her betrachtet, vielleicht nicht ganz so schön ähm liefen und wo man als Außensteh vielleicht sagen würde, das klingt irgendwie komisch. Ähm im Zuge dessen habe ich ähm dieses Interview bei meinem Dienstherrn angefragt, das heißt beim staatlichen Schulamt ganz konkret darauf hingewiesen.
Hey, hört mal zu, ich habe die Möglichkeit in einem Podcast öffentlich über das zu sprechen, was ich als Privatperson, als sorgeberechtigter Vater erlebt habe, was ich als Lehrer im Allgemeinen, aber auch was ich äh für Erfahrungen als Schulleiter gesammelt habe. Und ich würde ganz gern dieses Interview pro Former anmelden und bitte umgenehmigung und diese Genehmigung hat man mir nicht erteilt. Man hat sozusagen pauschal ähm mir ein Verbot, ein Mitteilungsverbot ausgestellt.
Daraufhin habe ich entsprechend geantwortet, hab gesagt, dass das ja begründeterweise so nicht geht und man hat mich dann kurz bevor wir jetzt hier zusammengekommen sind noch einmal dringlichste darauf hingewiesen, dass ich das System als solches meinen Dienstherrn ähm auf jeden Fall nicht kritisieren darf, nicht öffentlich kritisieren darf darf und äh die Schule auch als solches äh nicht äh nicht defieren darf. Man spricht von einem ähm Wohlverhaltensgebot.
So klingt das im Beamtenutsch. Und das ist auch nicht mein Ziel, denn äh lieber Ben, wenn ich heute hier bei dir bin und über Dinge spreche, die ich erlebt habe, dann spreche ich in erster Lin, das ist mir wichtig zu kommunizieren als Privatperson mit dir. Ich spreche also als jemand, der mit anderen Eltern investigativ Information wahrgenommen hat und die hier äh privat auch äußere. Es geht nicht darum, irgendjemand zu defieren, sondern es geht darum, Systemkritik zu äußern.
Das ist mir als Beamter im Ruhestand natürlich möglich. Sollte ich irgendwann davon abweichen, werde ich das also explizit kommunizieren, dass das jetzt ähm äh Situationen sind, äh die aus meinen Erfahrungsschatz eines Lehrers oder Schulleiters ähm herausresultieren. Und wenn ich das nicht mache, dann sind das alles Äußerungen, die ich hier tätige, die als Privat Person, als Meinung einer Privatperson verstanden werden sollten.
Okay, das heißt, wir bewegen uns so ein bisschen auf dünnem Eis, sage ich jetzt mal, aber dein Ziel ist, ich bin dir sehr dankbar, dass du da bist, dass du den Mund aufmachst. Ich weiß noch nicht, was du zu sagen hast, aber mir fällt durchaus auf, dass du hast gesagt, du bist bisschen älter, du bist 43, das weiß ich, sind zwei Jahre älter als ich. Ähm und du drückst ungefähr, hast du vorhin gesagt, ähm 35 kg mehr auf der Bank als ich. Äh, bist aber gleichzeitig im Ruhestand und ähm das habe ich vorhin noch nicht verstanden gehabt, im Ruhestand heißt, du kriegst die gleichen Bezüge, als wärst du jetzt 67 oder 65, keine Ahnung, was gerade das Renteneintrittsalter ist und du bist aber 43 und relativ fit, also fitter als ich und der Staat geht also her, vertreten durch keine Ahnung, welche Behörde das auch immer ist, Land dies, das Ananas ähm und sagt: "Pass auf, wir haben Lehrermangel, wir haben hier ein Schulleiter, der mir auf den ersten Blick zumindest relativ gesund scheint.
Es ist besser für uns, den sein Leben lang zu bezahlen und ihn nicht arbeiten zu lassen, als ihn an einer Schule einzusetzen. Das Warum ist das so? eine sehr komplexe Frage. M ich denke, wir werden im Interview noch mal dezidiert darauf eingehen, aber meine Vermutung und ich spreche ganz bewusst im Konjunktiv ist, wenn man als Schulleiter vielleicht nicht aufgrund deiner antisozialen Persönlichkeitsstörung beispielsweise, denn so etwas in der Art wurde mir diagnostiziert, wenn man nämlich dann durch den Amtsarzt in den Ruhestand versetzt wird, muss es ja Gründe geben, das zu tun.
Und ähm beamtenrechtlich ist es so, wenn man also davon ausgeht, dass dieser jenige ähm innerhalb von 6 Monaten nicht wieder genesen kann oder genesen wird, dann hat man das Recht, Beamte auch in den Ruhestand zu versetzen. Ähm, wir kommen im Laufe des Interviews noch mal gezielt ära im im im ja detailliert, aber ich sag's mal so, ich habe als Schurleiter ähm durchaus nicht immer kooperiert, zum einen mit den Schulträgern, das ist in dem Fall der Landkreis und zum anderen auch nicht mit dem Schulamt.
Ich habe öffentlich Kritik geübt, das kann man auch in der Presse entsprechend nachlesen und ich habe für Unruhe gesorgt und ähm ich spreche immer noch im Konjunktiv. Vielleicht ist es dann einfacher, diesen in den Ruhestand zu versetzen, als sich mit den Problemen, die dieser öffentlich anspricht, auseinandersetzen zu müssen. Ähm, da sind wir eigentlich schon beim Thema. Vielleicht gehen wir einfach mal so ein bisschen chronologisch vor, wenn gerne, also du sitzt hier als äh ich glaube zu fühlen eine gewisse Wut und Enttäuschung über diverse Dinge, aber das war wahrscheinlich nicht immer so. Äh, du war bist auch äh heute noch leistungsorientierter Sportler.
Du warst damals äh auch hast verschiedene Disziplinen hast du vorhin quasi hier beim Reinkommen erzählt und irgendwann muss es mal in Marcel gegeben werden, der gegeben haben, der gesagt, pass auf ob, ich werde Lehrer. So genau, warum auch immer. So, wie war das damals? Eine sehr, sehr interessante Frage. Ähm ich habe mich leider erst viel zu spät mit genau dieser Frage, die du mir gerade gestellt hast, auseinandergesetzt.
Welches ist mein innerer Antrieb? Welche ist meine Motivation, Passion, Leidenschaft, intrinsische Motivation? Irgendwann, wenn man sich diese Frage stellt oder diese Frage beantworten möchte, müsste man eigentlich mal zurück in die Kindheit gehen und müsste mal schauen, wie ist das alles so gelaufen. Ich glaube, die Stefanie Stahl hat irgendwann mal darüber gesprochen in ihrem Werk, das Kind in dir muss Heimat finden.
Nur dann, wenn du mal schaust, wie ist meine Kindheit abgelaufen, welche Sozialisationsprozesse bin ich durchlaufen, wie wurde ich sozialisiert, welche Moral und Wertestell Vorstellung wurden mir übermittelt, kann man diese Frage final beantworten. Das habe ich leider leider viel zu spät gemacht. Äh, ich bin als Kind aufgewachsen mit drei äh weiteren Geschwisterkinder. Ich habe noch drei äh Geschwister. Und wenn man dann meinen Werdegang sich so anschaut, dann muss man sich mal wieder fragen, was ist da gut gelaufen und was weniger gut gelaufen?
Ich bin relativ früh als Kind schon auf die Sportschule gegangen und wenn man ä betrachtet Sportschule, dann haben wir nicht so diesen ähm sozialdemokratischen äh gleich äh gleich Gleichheitsbrei, sondern da geht's eher um Leistung, da geht's darum, dass du trainierst und Erfolge feierst und das hat so ein Stück weit auch meine Persönlichkeit geprägt. M ich wollte dann immer irgendwie gut sein, ich wollte besser sein als alle anderen und ich wollte Leistung bringen.
Und äh heutzutage würde man möglicherweise sehr inflationär sagen, das hat so ein bisschen narzisstische Züge, so ein bisschen ADHS. Vielleicht war's das auch. Wir kommen im Laufe des Gesprächs noch mal darauf, denn insbesondere mit diesem Crash 180 gegen die Wand, sage ich jetzt mal, habe ich mir entsprechend auch Hilfe gesucht und habe mich gefragt, was ist bei mir schief gelaufen? Kannst du mir bitte helfen, lieber Psychologe?
Und ähm im Rahmen dieser Therapie war es tatsächlich so, dass ich extremst viele Antworten ähm auf Fragen bekommen habe, die ich leider nie gestellt habe. Gehen wir aber weiter mit meinem Werdegang. Also irgendwann bin ich zur Uni gegangen, habe Lehramt studiert und habe gemerkt, das macht mir super viel Spaß. Ich habe selber schon früher als äh Leichtathlet oder als Bobsportler oder als Fußballtrainer gearbeitet, habe da schon entsprechend pädagogische Arbeit geleistet und habe also gemerkt, dass aus einer intrinsischen Motivation heraus mir die Arbeit mit Kindern Spaß macht, dass ich da Freude habe.
Also was die logische Konsequenz, dass ich das Ganze dann auch ähm in meinem Studium als Lehrer, Gymnasiallehrer weitergeführt habe, dann hat man, wenn man als Lehrer arbeitet, nur bedingt Möglichkeiten Einfluss zu nehmen. Ganz logisch. Du hast im Maximalfall deine eigene Klasse und kannst dich über entsprechende Projekte innerschulisch oder außerschulisch ähm entsprechend kreativ gestalten. Logisch. Und ich habe gemerkt, ähm dass dieser Drang zu gestalten, Dinge, die ich als defizitär betrachte verändern oder verbessern zu wollen, einfach groß ist.
Man kann natürlich auch sagen, der will sich irgendwie selber spüren, der braucht das Ganze. Im Nachhinein war es das vielleicht auch gewesen, so ein gewisser narzisstischer Gedanke zu zeigen, wer bin ich, ja, Bestätigung und Anerkennung durch diese Arbeit zu bekommen beispielsweise als Schulleiter. Das habe ich dann irgendwann gemacht. Wir haben im gesamten Bundesgebiet, wir sind ja in Deutschland einem föderalistischen System, ähm Bildung ist Ländersche flächendeckend haben wir ein Mangel an Lehrkräften und der ist rechten Mangel an ähm an Schulleitern, an Führungsäh Personen.
Und ich habe damals tatsächlich dann den Wunsch gehabt, als ich lange Zeit als Lehrer gearbeitet habe, hey, da geht doch ein bisschen was. Vielleicht kannst du dich als Schulleiter, als Stellvertreter irgendwie noch besser einbringen. Ich habe in meiner gesamten Schulkarriere schon immer versucht, Schule als Lern und Lebensort zu betrachten, mit Schülern gemeinsam an Projekten ähm zu arbeiten, Schüler in ihrer Kompetenzentwicklung zu fördern.
Ich hatte einfach Bock gehabt und das war nicht irgendwie so ein so ein "Fuck, jetzt musst du hier zur Schule gehen und es geht ja alles auf den Sack", sondern ich war immer mit Freude dabei und diesen Enthusiasmus, den habe ich gelebt und wenn man das hat, dann äh dann ist das so, dann dann dann ist man auf dem Flow, dann macht das Spaß, dann gibt's nicht sowas wie heute Abend ist noch eine Elternversammlung, ich habe keinen Bock.
Während andere Kollegen oftmals äh Angst vor Konflikten hatten, vor Elterngesprächen, war ich derjenige, der gesagt hat: "Geil, finde ich geil, mache ich gerne" versuchen Lösungen zu kreieren, mit den Eltern in den Dialog gehen, sich reiben, sich weiterentwickeln. M und ich habe dann ähm nach meinem Studium, nach meiner Arbeit äh als Lehrer äh ganz bewusst äh mich äh dann ähm in der Nähe meiner Heimatstadt auf einen Posten als zweiter stellvertretender Schulle beworben.
Es war eine sehr große Schule mit 80 Kollegen und über 800 Schulern und die hatte die Möglichkeit gehabt, nicht nur den Schulleiterposten, den Stellvertreter, sondern auch den zweiten Stellvertreter äh Posten zu besetzen. Das hat funktioniert. Und an dieser Schule bin ich dann auch neben der Tätigkeit als weiter Stellvertreter irgendwann dann regulär auch als Schulleiter ernannt worden. Also nicht irgendwie so machen Sie das mal, sondern es gab ein faires Verfahren mit entsprechenden Bewerbern und man hat mich dann in diesem Konsortium ausgewählt.
Man muss sich vorstellen, es geht über die Schulkonferenz, da sind also beteiligte Eltern, beteiligte Lehrer, beteiligte Schüler und das ist ein ganz normaler demokratischer Prozess, eine Leistungsauslese sozusagen. Ja, und dann bin ich Schulleiter geworden zuvor. Marcel, das ist ein demokratischer Prozess, sagst du, aber es ist ja im Prinzip gibt es Eltern, die haben können es mit entscheiden. Jawohl. Die haben richtige eine Stimme oder einfach nur werden die angehört?
Nee, die haben eine Stimme. Man muss sich vorstellen, dass dass ähm dass die Schulkonferenz aus fünf Vertretern Eltern, fünf Vertreter Schüler, fünf ähm Vertreter Lehrer, fünf oder vier. Und dann gibt es noch vom Schultträger, der ist also verantwortlich äh für die räumliche Ausstattung und für das nicht ähm lehrende Personal. Also der Schultträger, in dem Fall der Landkreis bezahlt dann die Sekretäre und die Hausmeister sozusagen und der hat auch ein Stimmenrecht.
Damit sind wir bei 15 oder 16 Personen und diese Personen haben Stimmenrecht und äh man muss dann ähm das ist von Bundesland zu Bundesland anders, aber zumindest ähnlich. Man muss sich in einem Bewerbungsprozess, wie der Name schon sagt, bewähren. Das heißt, ich muss ein Unterricht gestalten, ich muss einen Vortrag halten, ich muss Konzepte ausarbeiten. Also ähnlich wie man wie man das außer freien Wirtschaft herkennt, wenn man so ein Assessment Center Test und sowas alles macht.
Und da habe ich sehr sehr gut abgeschnitten, habe mich dann vor diesem Konsortium bzw. vor dieser Gruppe halt vorgestellt und dann ist geheim gewählt worden und diese Stimmen zusammengezählt waren mehr als die Hälfte und dadurch bin ich dann Schulleiter geworden und äh ja hatte die Möglichkeit von nun an gehabt noch mehr Einfluss zu nehmen auf Gestaltungsprozesse innerhalb der Schule und habe das natürlich auch gemacht.
Klar. Und äh jetzt ist aber die Frage, wie sehen solche Gestaltungsprozesse aus? Bevor man aber diese Frage stellt, müsste man sich überhaupt erstmal äh mit diesem System Schule auseinandersetzen und überhaupt erstmal schauen, was läuft da gerade in Schule, welche Probleme haben wir in Schule? Und ähm ich will nicht vorweggreifen, aber ich sag mal, mit diesem ganzen Zerbruch, den ich erlebt habe, habe ich mich auch intensiv mit mir selbst befasst und habe mich gefragt, welchen Anteil trage ich eigentlich einerseits am Zerbruch meiner Ehe und andererseits an den Konflikten, die ich in der Schule hatte.
Und ähm mir ist dann irgendwann auch eine ADHS diagnostiziert worden. Wenn man ähm ADHS Kinder betrachtet, dann haben die oftmals wenig empathische Fähigkeiten. Sie neigen dazu, rational zu agieren. Also ist ein Problem, da wird's gelöst. Die haben aber auch die Möglichkeiten sogenannten Hyperfokus zu erleben. Das heißt, sie sind zu 100% auf etwas fokussiert, wenn sie sich mit dieser Situation aktiv auseinandersetzen.
Und ich habe, ich hoffe, das klingt jetzt nicht verstörend, aber ich hatte immer auch in meiner Kindheit etwas gesucht, was mich ausmacht. Also, ich habe immer so diesen diesen Reiz gesucht, wenn man also ADS Patienten beobachtet, dann brauchen die immer Feuer, um entsprechenden Dopaminausgleich zu haben. Und bei mir war das immer so Trendsport, schnell Motorrad fahren, Fallschirm springen, irgendwelchen krassen Scheiß machen und das erste Mal in meinem Leben, ja, du lachst jetzt, aber ich meine es wirklich, ich lache nicht noch nicht grinse, weil ich mir bei dir sehr gut vorstellen kannst und dieses ADS ist aus meiner Sicht äh steht das bei dir auf der Stirn.
Also, weil ich habe mich damit relativ viel beschäftigt und das ist bei ganz vielen ich noch mehr, du du noch mehr, aber man denkt immer so, das wäre du sprichst von allererst Patienten. Ähm, ich hatte neulich jemand hier, der davon gesprochen hat, dass er der hat sinngemäß die These in Raum gestellt, äh dass alle großen Innovationen im Wesentlichen auf diesem typischen Leute und wir nennen die heute ADS Patienten, aber das ist sind überhaupt keine Patienten, sondern das sind die, die eigentlich Federführen, die Gesellschaft ausmachen.
Ja, und das Problem ist aber, entschuldige, wenn ich dir unterbreche, alles gut. Das Problem ist aber, dass wir diese Individualisten in eine Form pressen wollen und das ist aber im Standort Schule so nicht möglich. Deshalb haben wir ganz viel Probleme. Kommen wir nachher noch zu, wenn du mir die Zeit gibst. Jetzt waren wir ja gerade dabei, ähm wie war das denn mit der Schule? Und ich hatte erstmals, als ich ähm als Lehrer, als Stellvertreter oder als Schulleiter gearbeitet habe, es klingt ein bisschen komisch, aber ich hatte erste erstmals das Gefühl, wahnsinnig weird, dass ich aufgrund dessen, was ich hier leiste, dass ich mich intrinsisch motiviert einbringe und ähm aus einer überzeugten Moral und Wertevorstellung handle, Dinge besser mache.
Wenn du jetzt gerade zuguckst und dich darüber ärgerst, dass dir deinen Job keinen Spaß macht, dann habe ich möglicherweise eine interessante Alternative für dich. Und zwar sucht Fundloop Fördermittelberater. Das sind Leute, die innovativen Unternehmen dabei helfen, vom Start finanziell gefördert zu werden. Du bewegst dich da an der Schnittstelle zwischen innovativen Unternehmen und der Bürokratie des Staates. Und wenn dir genau das Spaß macht, nämlich die Kreativität mit der Ordnung zu verbinden, wenn du ein abgeschlossenes Studium hast im Bereich Technik, Naturwissenschaften oder Wirtschaft, dann könnte das genau das Richtige für dich sein.
Die Stellen sind 100% Remote. Ist ein junges dynamisches Team und es ist ein sehr sehr dynamischer Wachstumsbereich. Den Link zu Funclub findest du in der Videobeschreibung und im Link Tree. Und wenn du ein innovatives Unternehmen bist und jetzt gerade hellürig geworden bist, dann findest du diesen Link genau da auch. Ich das erste Mal in meinem Leben gespürt, ich werde wertgeschätzt, nicht für den Vollidioten, den du darstellst, weil du irgendwie krass mit dem Motorrad mit 300 über die Umgehungsstraße fährst und das ganze filmst oder irgendwie online stellst, sondern jetzt bist du wert, kannst etwas leisten und kannst etwas gesellschaftlich Gutes machen.
Das war ein sehr, sehr, sehr, sehr angenehmes, geiles Gefühl und ich hatte jedes Mal ein Flow, wenn ich zur Arbeit gegangen bin. Wenn man aber von früh bis spät nur arbeitet und sich mit mit dieser Sache extrem identifiziert, also Schulentwicklung, Schularbeit, insbesondere an einer gelabelten ähm Brennpunktschule, ja, dann vernachlässigt man auch so ein Stück weit die Beziehung. Und ich kann mich dran erinnern, dass oftmals damals meine Frau gesagt hat: "Hey, wir haben keine Zeit mehr. Ähm, du bist nur noch mit dieser fucking Schule beschäftigt und was ist mit uns und mit unseren Kindern?" Und wenn du als ADS Patient ähm ich sage mal lösungsorientiert arbeitest im Bereich Schule, dann habe ich die Brieftasche aufgemacht, also mein Portmane habe ihr die Kreditkarte gegeben, hab gesagt, kauf dir doch was Schönes, ich habe höheres zu tun.
Und da war ich ein fucking Arschloch. Und ähm ich sag nicht ausschließlich, dass äh der Fokus auf Schurarbeit letztenendes auch meine Beziehung zerstört hat, aber ich glaube ähm, dass dieses sich auf etwas fokussieren ohne die Familie, ohne dieses äh diese Säule im im Blick zu behalten, das war extrem kritisch und das hat mich letztenendes ja hart hart aufprallen lassen. Genau. Aber wie gesagt, ich habe dann als Schularbeit als Schulleiter gearbeitet und Wann bist du Schulleiter geworden? Ähm 2019 bin ich in die in die Schulleitungsebene gekommen, also Stellvertreter und 2020 dann als Schulleiter gearbeitet.
Das heißt du warst 37 als ungefähr? Ja, 38 glaube ich. 37, 38 bist Schulle geworden. Davor warst du Stellvertreter. Ja, genau. Zweiter Stellvertreter. Genau. Und davor war ich äh Lehrer und äh Klassenlehrer und Fachlehrer sozusagen. Und habe aber immer schon ähm ja, ich will nicht sagen im Vergleich, aber Bock gehabt, etwas anderes zu machen. Also hab immer schon so ein bisschen quer geschlagen. Habe im Sportunterricht, wenn die Kinder keinen Bock hatten auf äh auf Turnen sozusagen, dann habe ich nach Lösungen gesucht.
Also wichtig ist ja, dass man, ich sag mal so, an den Lebensbereich äh an die Lebensbereiche der Schüler anknüpft und dann war bei mir einfach auch mal äh die Möglichkeit da, dass wir Parcours gemacht haben. Ja, dann habe ich einfach ein Parcours entworfen, hab den ganz hab das Ganze vorgemacht, hab mich damit mit den besten Schülern duelliert, fand das mega geil. Hab gesagt, dafür gibt's Noten, machen wir halt kein keinen Ton und sitzen nicht am stehen nicht am Barren oder am Reck, sondern wir machen dann Elemente und machen das spielerisch oder Wettkampf oder was auch immer.
Also, ich war da schon immer so ein bisschen ähm anders unterwegs. Ich kann mich noch dran erinnern, ich bin einmal an einem Gymnasium, an dem ich unterrichtet habe, auch ausgezeichnet worden. Da haben Schüler ein Innovationspreis erhalten. Da habe ich den Unterricht äh äh den Wirtschaftsunterricht einfach anders interpretiert. Ich habe gesagt, Jungs, hört mal zu, ihr habt ein halbes Jahr Zeit. Das war eine Schnelläuferklasse damals, also Leute, die lesen und schreiben können und ähm hab denen gesagt, pass auf ähm in der fünften, sechsten Klasse geht's um Markt. Äh wie funktioniert so ein Markt?
Angebot und Nachfrage und äh welche Produkte äh muss man entwickeln bzw. muss man verkaufen und und so weiter. Und dann habe ich den Schülern gesagt, ihr entwerft mal ein Businessplan und erfindet einfach ein Produkt und vermarktet dieses Produkt. Und haben die mich gefragt ja, welches Produkt? Dann habe ich gesagt, na ja, am ehsten findest du etwas, was was die Leute brauchen, wenn du in deine persönliche Lebenswelt schaust?
Gibt es etwas ähm was was dich ähm was dich ankotzt? Gibt es etwas, was du verändern willst? Dann habe ich die Kinder allein gelassen und da hat ein Kind, also ich habe, da waren mehrere gute Schülergruppen dabei, aber ein Kind hat dann gesagt, na ja, mein größtes Problem ist, wenn ich morgens zur Schule fahre im Winter, ähm dann dann frieren mir die Hände. Also mit der mit den Handschuhen ist es irgendwie zu warm und dann kann ich nicht schalten und nicht bremsen.
Aber wenn ich ohne Handschuh fahre, dann sind mir die Kind sind mir die Hände äh zu kalt. Da muss es doch was geben, sag ich. Geiles Problem, arbeite dran. Und dann hat ein Kind ein Innovationspreis bekommen, weil es ein Businessplan geschrieben hat zu einer Fahrradlenkergriffheizung. Fand ich mega geil. Das in der sechsten Klasse und Einr hat gesagt, ja, jedes Mal, wenn ich mit Mama und Papa wandern gehe, ähm ja, dann poste ich mal Bilder und dann mache ich auch Fotos und ist immer relativ schnell der Akku leer. ist schon 10 Jahre her, aber da hat ein Kind dann eine Solarplatte genommen, hat die mit dem Rucksack vernetzt, mit dem Handy Gleichschaltungssystem da reingebaut und hat gesagt: "Ja, mein eigenes Problem war, ich habe immer keinen Handy kein kein Netz auf dem auf dem Berg so sozusagen auf der Berghütte und dann hat er sich sein eigenes äh sein eigenes seine eigene Powerbank sozusagen Solarmodul gebaut." Also, da gibt's viele Möglichkeiten und ähm das hat mir schon immer Spaß gemacht, so ein bisschen auch kreativ zu sein und äh anders als das, was im ähm ich sag mal so, im im Currikulum im schulinternen Currikulum oder übers Land halt vorgegeben ist, ähm zu agieren.
Da waren immer irgendwie auch Dinge ähm die waren kritisch. Ja, ich kann mich dran erinnern, dass ich mit Schülern meine Fahrradtour gemacht habe ähm an die Ostsee und da gab es Problem mit meiner damaligen Schulleiterin, weil die einfach gesagt hat, sie können nicht irgendwie einfach Fördergelder beantragen, die ja offen rum liegen. Man muss es nur machen, man muss nur Bock haben und dann kriegen sie das Geld und dann haben sie mich gar nicht gefragt und letztenendes bin ich aber doch gefahren, weil sie gesagt hat, ja, machen sie das.
Aber im Grunde genommen ist Schule sehr starr. Du musst äh extrem viele Anträge stellen. Du musst, das heißt diese Fahrradtour als Beispiel, da bist du hergegangen, hast gesagt, okay, es gibt ein Förder Fördertopf äh für irgendwelche Ausflugsfahrten in die Natur. Also, ich will hier mit 30 Leuten Fahrradtour an die Ostse machen und brauche hier keiner 1000 € oder was? Ähm und ähm dann hast du das gemacht. Die haben gesagt, hier hast du 1000 €.
Lieben Gruß, viel Spaß. Ja, und dann hast du der Schulleit die Schulleitung informiert, dass du das machen, dass du das jetzt machst und dann hat dir gesagt, nee, nee, du hättest vorher fragen müssen, nicht nachher. Genauso ist es. Und dann kommen natürlich Regulariin hzu, dass du ein bestimmten Personenschlüssel brauchst, wenn du solche Fahrten machst. Du musst immer eine Abwegung machen, ist das alles sicher und gibt's Probleme.
Und das habe ich dann konzeptionell irgendwie hinbekommen. Da habe ich Eltern mit ins Boot genommen, die haben die das Gepäck der Kinder hochgefahren und dann ging das. Aber das ist extrem, also das war vor 10 Jahren. Heute ist es noch extrem noch viel schwieriger. Heute musst du eine eine Terrorbegutachtung machen. Also du musst sozusagen schauen eine Terror, ich ich sag's mal Salopso, also heute musst du eine Gefahrenbeurteilung machen.
Das heißt also, wenn du Reparatur für alles, für jeden für jeden ähm Gang, den du außerhalb der Schule machst, musst du beurteilen, welche Gefahren können perspektivisch auf die Kinder zukommen? Das ist also so, als würdest du sagen, okay, wir gehen auf den Weihnachtsmarkt, da sind die Poller Gefahrs abgewandt, kann keiner mit dem Auto reinfahren. So läuft das. Und dann ist natürlich die Frage, lieber Ben, äh ob du unter diesem Umständen überhaupt noch bereit bist, bereit bist, dich außerhalb des normalen Schulalltages mit solchen Situationen Schulen lernen an einem anderen ein an einem anderen Lernhort befassen zu wollen.
Also meine Erfahrung ist die, dass immer mehr Kollegen dann ganz bewusst sagen: "Nee, mache ich nicht. Ich kann mich noch an meine Startzeit als als Lehrer erinnern. Da bin ich reingegangen und wenn es hieß, wir brauchen noch einen Kollegen, der mit auf Klassenfahrt geht, habe ich die Arme hochgerissen und die alten Kollegen haben mich gefragt, ob ich behindert bin. Ich warum ne du stehst doch jedes Mal mit einem Fuß im Knast, wenn du auf Klassenfahrt mit Schülern bist.
Ich habe das immer gar nicht verstanden, aber die Urteile sprechen eine deutliche Sprache. Also, wenn du mit einem Kind schwimmen gehst oder mit einer Klasse schwimmen gehst, ich kenne, ich habe noch mal ein Schulleiterstudium separat gemacht, neben dem Studium äh was ich als Gymnasiallehrer gemacht habe. Also, ich wollte den Schulleiter werden und hab noch mal eigenfinanzierten Studium raufgehauen, ähm Schulmanagement, Schul und Bildungsmanagement und da hatte ich auch eine Rechtsberatung gehabt oder Rechtsunterricht und da haben die so Fälle diskutiert.
Das ist Wahnsinn, was da diskutiert wird. Also, du musst dir vorstellen, du gehst als Lehrer mit einer Klasse schwimmen und lässt dir vorher bescheinigen, dass die Kinder äh alle schwimmfähig sind durch die Eltern und dann geht so ein Kind unter und dann sagt die Lehrin, aber ich habe hier die Bescheinigung, dass das Kind schwimmen konnte. Und dann sagte die Justiz, die Bescheinigung als solches allein ist ein aktueller Fall, ist wirklich geschehen, reicht nicht.
Sie hätten ihrer Verantwortungspflicht gerecht werden müssen, indem sie die Kinder einzeln ins Wasser schicken und sich davon überzeugen, dass die Bescheinigung der Eltern richtig ist. Und da habe ich verstanden, also Jahre später, wie man mir ein Vogel zeigen konnte, dass ich heiß darauf bin, s sämtlich, also regelmäßig die Kinder zu nehmen, mit denen in weiß ich Facharturen zu machen oder in äh irgendwie wegzufahren, Klassenfahrten, hat man mir mal gesagt, warum machst du das?
Ich hatte aber nie den nie diese ja nie diese Probleme antizipiert, sondern ich habe immer gesagt, das wird doch alles und wenn der Reifen kaputt geht, ja, dann dann steigt das Kind bei irgendeinem Tracker ins Auto und dann wird's mit übertrieben jetzt gesagt. Ja, aber äh das hält uns so übertrieben finde ich das gar nicht. Also ist halt ein Teil des Lebens, dass du eine Fahrradtour machst, dass was kaputt geht, dass man sich irgendwie behelfen muss und richtig.
Es fällt halt kein zweites Fahrrad von vom Himmel, das ist relativ klar. Und das Kind fängt auch kein neues Leben irgendwie auf dem Acker an. So, also irgendwie muss es da wegkommen und was tun. Genau sieht's aus, aber dieser Bürokratismus ist ja exemplarisch jetzt eigentlich nur genannt. Äh der führt letztenendes dazu, dass wir uns mehr oder weniger nur noch in ihren starren Klassenräumen versuchen aufzuhalten, um möglichst keine Fehler zu machen.
Da sind wir, da kann ich dir 100 Beispiele nennen. Letztenes vielleicht gehen wir detailliert noch mal darauf ein, letztenendes ist es ja genau das gleiche, wenn ich am Standort Schule schaue, wie funktioniert mein Unterricht und ich will eine Leistungskontrolle schreiben oder ähnliches und ähm ich gebe eine fünf oder eine vier, dann bin ich heute nicht mehr derjenige, der sagt, so ist es, weil ich es so sehe, sondern du bist derjenige, der nachweisen muss, dass das, was du gemacht hast, richtig ist.
Also, es kommen Kinder mit ähm mit Anwälten und dann musst du als Lehrer deinen Erwartungshorizont vorlegen. Du musst also detailliert Rechtfertigung ablegen. Warum ist diese Note so zustande gekommen? Und ähm da müssen wir beide gar nicht äh groß äh überlegen, was passiert, wenn Lehrer das regelmäßig erleben. Ja, dann gibt's möglicherweise diese Noten gar nicht, sondern dann versucht man diesen Konflikten aus dem Weg zu gehen, indem man ganz bewusst sagt, na, dann ist es halt keine fünf, dann ist es eine vier und alle halten die Fresse.
Und das ist nicht etwas, was ich jetzt pauschal ja bin, das muss ich sagen, was ich nicht pauschal allen Lehrern bescheinige, aber das sind Erfahrungen, die ich als Vater, als Elternteil über andere Eltern miterlebt habe. Und da sind wir eigentlich beim Thema. Wir haben Sekunde, darf ich da kurz reinen, weil man weiß ja glaube ich korrigiert das, wenn ich das falsch sehe, aber dass in den letzten Jahren die durchschnittlichen Noten insbesondere Abitur besser werden ähm und das Bildungsniveau in hier, wie heißt das? Äh das äh sinkt.
Also wir haben bessere Noten für schlechtere Leistung. Das sieht man, wenn man ganz weit rausomt, empirisch mehr oder weniger übers Land verteilt. Da gibt's bestimmt irgendwie Ausnahmen, aber grundsätzlich scheint es so zu sein, dass wenn ich heute jemanden von aus dem aus einer Abiturklasse rausnehme, den durchschnittlichen Schüler, dann hat der eine bessere Note als der vor 20 Jahren, aber der kann weniger. Ja, ist korrekt.
Danke, dass du dich dafür informiert, darüber informiert hast. Ähm, lass uns gerne da ein bisschen detaillierter reingehen. 2000 war der sogenannte Pisachock. Was hat man gemacht? Man hat 14, 15-jährige Schüler genommen in den äh naturwissenschaftlichen Fächern ähm Sprach, also Lese und Sprachverstehen und hat die getestet und hat man würde ähm in der Schule würde man sagen, Anforderungsbereich 3 vorhandenes Wissen anwenden.
Das heißt also, ich muss konkret nicht nur auswendig lernen, sondern ich muss das Wissen, was ich habe anwenden, auf andere Lebensbereiche möglicherweise übertragen. Das hat man getestet Pisa 2000 und hat festgestellt, wir sind grottig schlecht. Okay, stand. Dann hat man versucht zu intervenieren. Man hat so verschiedene Projekte ins Leben gerufen. Man hat Qualitätsstandards entwickelt, man hat die frühkindliche Förderung ausgebaut, man hat äh ähm allerhand Sachen gemacht, so dass zwei von 2000 beginnend bis 2012 der Bildungsstand ähm signifikant erhöht wurde.
Sehr gut. Und dann ist diese Untersuchung Pisa finden jetzt alle vier Jahre statt. Damals alle drei bis vier Jahre Corona wurden sie ausgesetzt. Soweit safe. Okay. Und dann haben wir den letzten die letzte Untersuchung haben wir 25 gehabt. Die wird 26, also jetzt irgendwann im September ausgewertet, öffentlich gemacht. Aber die letzte ausgewertet Untersuchung haben wir 22 erhalten. Darf ich dich über die entsprechenden Ergebnisse informieren?
Verständlich. Okay, aber bitte hab jetzt keine Angst. Es ist tatsächlich so, dass 22 ein Tiefpunkt der PER Studie erreicht wurde. Das heißt, wir sind von den Ergebnissen trotz Intervention, trotz massiver Fördergle durch Bundesprogramme unter dem Ausgangsniveau von 2000. Wenn man das Ganze jetzt äh plastisch machen möchte, dann ist das Bildungsniveau der Art gesunken, dass man das Ganze in ein Kompl an einem kompletten Schuljahr festmachen könnte.
Das heißt, wir sind so schlecht, dass wir ein ganzes Jahr bräuchten, um dieses Bildungsdefizit auszugleichen. Und da sind wir beim eigentlichen Thema, denn wir müssen uns fragen, woran liegt das? Das ist 2012 signifikant Verschlechterung gab? Woran liegt es, dass trotz äh erheblicher Fördermittel diese Probleme existent sind? Woran liegt es beispielsweise, dass wir ein extrem Lehrermangel haben? Und ich spreche jetzt nicht nur im äh vom Osten Deutschland, sondern ich spreche bundesweit.
Das sind so Fragen, äh, die wir durchaus im Gespräch heute, wenn du Bock hast, klären könnten. Aber bevor wir da in die grundsätzlichen Themen reingehen, lass uns mal in deine wiedergehen. Das heißt, du bist du äh bist halt engagierter Lehrer gewesen, hast wollst die Fahrradour machen, hast dann erste Erfahrung mit Tuchfühlung gemacht mit Administration und dann wolltest du die die Fahrertour, die hat dann stattgefunden, aber es war tendenziell eher abfuckig, also niemand hat gesagt, Marcel Fahrradtour, du hast dich selbst im Fördermittel gekümmert.
Das hast du wahrscheinlich nicht während deiner Unterrichtszeit gemacht, sondern irgendwann in der, wie sagt man, in der Vorbereitungszeit, die alle Lehrer haben, aber die häufig unterrichtsfreie Zeit. Unterrichtsfreie Zeit, genau so heißt es. Äh und die scheint mir bei vielen Lehrern äh gleich bedeutend zu sein mit Freizeit, insbesondere wenn ich an meine eigene Schulzeit Möchtest du möchtest du eine ristische Einschätzung haben? Ähm ja, 25 Lehrerstunden haben wir in der Regel.
Jetzt in Brandburg, glaube ich, haben wir 26 Lehrer Stunden, aber wir haben eine 40 Stundenwoche als Arbeitswoche. Dementsprechend sagt das Beamtenarbeites und diese Themen hatte ich ja auch immer mit meinen Kollegen dann als Schulleiter diskutiert, ähm dass so eine Unterrichtsstunde eigentlich mit Vor und Nachbereitung verbunden ist und dann entsprechend, wenn wir das zeitlich betrachten, mit glaube ich 100 und ein paar Minuten zu verordnen ist.
Das heißt, also jede Unterrichtsstunde als solches sollte mit Vor und Nachbereitung 100 Minuten oder 105 Minuten in Anspruch nehmen. Das heißt, also die Lehrerin und Lehrer sind verpflichtet, diese Zeit natürlich auch dann entsprechend in Arbeitszeit umzusetzen. Das heißt also nicht, die gehen zur Schule, machen ihren Scheiß und gehen nach Hause, sondern sollten gesetzlich verordnet den ganzen Unterricht vorbereiten, leistungsdifferenzierte Arbeitsblätter erstellen, sollten den Unterricht realisieren, sollten den nachbetrachten, sollten sich Gedanken darüber machen, wie läuft jetzt eigentlich mit dem Schuler, was macht Kevin eigentlich?
Warum schreit er permanent rum? Mache ich mir noch mal Gedanken, ruf die Eltern an, schreiben Gutachten was auch immer. Beantrage Fördergelder. So läuft Schule normalerweise. Was heiß normalerweise in der Theorie? In der Theorie. Genau. In der Theorie. Aber dass wir dass wir von dem, was ich gerade beschrieben habe, meilenweit entfernt sind, das kann ich dir anhand von extremen Beispiele nennen. Ich habe bin ja dann irgendwann Schulleiter geworden und kann dir also sagen, welche Schule ich vorgefunden habe und was natürlich aus Sicht von befreundeten Kollegen mir dann auch zugetragen wurde, immer als Privatmeinung formuliert.
Deine Frage war jetzt noch mal, wie war deine Ja, wie ist dann also lass mich noch kurz ein Einschub machen. Als ich damals Abitur gemacht habe, haben auch ein paar Leute sich danach entschieden, Lehrer zu werden. Geil. Und die haben sich tenziell nicht dafür entschieden, weil die gesagt haben, wir müssen für die Bildung unseres Landes etwas tun, sondern die haben sinngemäß war so, pass auf, ist halt relativ easy. Ich kann mir ziemlich genau vorstellen, wie der Job ist.
Ich habe viel Ferien und von 40 Stunden Arbeitswoche hat da niemand gesprochen, sondern das 10 Jahre später haben die alle mehr oder wener am Stammtisch gesagt: "Ja, ja, wir haben ja die 40 Stunden Arbeitswoche, aber so richtig, das war nicht die Motivation reinzugehen." Und da sind wir eigentlich beim Thema. Sorry, wenn ich dich wieder unterbreche, aber du ich habe Kollegen erlebt, die sind morgens äh ins Lehrerzimmer gekommen und haben gesagt: "Fuck, jetzt habe ich wieder die 7D, da ist der Hassan, da ist der Kevin, die Chantal, die gehen mir alle auf den Sack und ich habe Lehrer erlebt, die aus einer Überzeugung, aus einer intrinsischen Motivation Bock hatten mit Menschen zu arbeiten.
Ich selbst bin fest davon überzeugt. Ich hoffe, dass wir, dass uns das nicht um die Ohren fliegt, aber ich bin fest davon überzeugt, so ein Nagel in die Wand hämmern, das kriegst du irgendwie hin. Du haust dir zweimal auf den Daumen und dann nimmst du den Hammer und das geht irgendwie. Das heißt, das kann man irgendwo erlernen. Bin ich irgendwo überzeugt? berichtig mich, wenn ich falsch lege, aber ich sage dir, die Arbeit am und mit Menschen ist etwas anderes.
Ich sehe das als Berufung und darum geht's ja im Grunde genommen. Es geht darum zu schauen, das ist übrigens auch mein Fach, ich unterrichte das Fach Wirtschaft, Arbeittechnik und da geht es unter anderem darum auch zu schauen, welche Skills habe ich als Schüler, welcher Beruf passt zu mir, ähm wie sieht die Arbeitsmarktprognose aus und kann ich mit dem, was ich gut kann, irgendwann mal Kohle verdienen wieder zurück zum Lehrer.
Wenn ich also Lehrer finde, die sich selbst mit sich verbinden, die also in der Lage sind zu definieren, was wollen sie, wer sind sie und worauf habe ich Lust, dann sind das Menschenfreunde, das sind Kollegen, die ich immer gern in meinem Team haben wollte. Aber genauso gut gibt es auch Menschen, die aus einer Abhängigkeit, die zahlen irgendwo ihre Miete, haben irgendwo ihren verdammten Kriten und sagen, die vier Scheine oder viereinhalb Steine, die ich hier in der Schule bekomme, die nehme ich mit und lass mich da jeden Tag verprügeln. verprügeln nur als als Synonym, dass ich das aushalten lasse.
Und jetzt sind ist aber die Frage, wie finde ich das heraus? Und ich finde es dann heraus, wenn wir machen wir mal einen kurzen Sprung und du sagst einfach stopp, wenn ich zu viel rede. Ähm das finde ich dann heraus, wenn ich möglichst schon vor meinem Studium mit Menschen zu tun habe. Ähm Studium ist unterschiedlich. Ja, ich habe ein Potdam studiert und da gab es relativ früh sogenannte Schulpraktiker. Ich konnte also relativ früh ungelernt, unausgebildet in die Praxis gehen, konnte erst Erfahrung sammeln.
Und das ist wie so ein Trichter gewesen. Also viele der Studenten haben gemerkt, sorry, meine Schulpraxis war ja ganz anders. Ich war im Gymnasium und jetzt komme ich auf so eine Asischule sozusagen, auf so eine Hauptschule, Oberschule, was auch immer, soll nicht äh diskriminierend sein, bitte versteht das nicht falsch. Aber da gibt's halt auch Erziehungsprobleme und dann haben die relativ schnell die Reißleine gezogen, haben gesagt, nee, mache ich nicht.
Es gibt aber auch Beispiele, da haben Studenten dieses Praktikum nicht zum Anfang ihrer Studienzeit realisiert, sondern möglichst weit ans Ende des Bachelors gesetzt. Und dann haben die gemerkt, die sind es eigentlich gar nicht. Sie sind nicht der Lehrer, den den man eigentlich in dieser Schule braucht. Haben aber aus Gründen, ich muss ich muss das zu Ende bringen, dann gesagt, ich zieh das durch und wer der Lehrer wieder willen und das sind die Kollege, die uns die Schulen eigentlich kaputt machen, denn das sind Lehrer, die keinen Bock haben, das sind Lehrer, ähm, die sich nicht wirklich einbringen.
Und jetzt sind wir aber bei einem Punkt, der extrem wichtig ist, die Schüler haben extrem feine Antennen. Die sehen, ob du Bock hast auf Schule. die sehen, ob du Bock hast am Interesse am Individuum oder ob du einfach nur kommst und deine Kohle abgreifst. Sie hat genauso gut Kollegen gehabt, also habe ich gehört, äh die die sind zu die sind in die Klasse gegangen und wenn die Kinder dort gesagt haben, er macht keinen Spaß hier und wir haben keine Lust und hat der Lehrer gesagt, wir müssen das nur aussetzen.
Ich kriege hier jede für eine Stunde 100 € Netto. Wir müssen das aussitzen. Also, ob ihr Bock habt oder nicht. Und das ist tödlich. Gerade, wenn du in einer Hetrogenenklasse bist, wo du viele Konflikte hast, ähm musst du Interesse am am Subjekt haben, am Menschen. Ähm Hilbert Meierer, das ist Pflichtlektür in der Schule, der hat die Kriterien, zehn Kriterien des guten Unterrichts formuliert, also leistungsdifferenzierte Arbeit und blab blabla.
Aber weißt du was er gesagt hat? Den ganzen Scheiß, den kannst du wegpacken, wenn du keine Beziehung zum Schüler hast. Und wenn es okay ist, würde ich ganz gerne kurzes Beispiel nennen. Ich hatte also wirklich, bevor wir darauf näher eingehen, ich hatte wirklich Querschläger bei mir in der Schule. Meine Schule, an der ich gearbeitet habe, ist offiziell gelabelt worden als Brennpunktschule, denn wir waren äh Teilnehmer an einem Bundesförderprogramm, das nannte sich Schule macht stark. 100 Schulen gab es da im gesamten Bundesgebiet und ich hatte eine Schule im Landbrandenburg gehabt, die war hat an diesem Projekt teilgenommen, eine von sechs Schulen im Landbrandenburg.
Also ähm Sinn war, dass wir entsprechende Gelder bekommen, um Schulsozialarbeit zu fördern, Projekte zu fördern und so weiter. Also diese äh Kompetenzen, die DIFE ä defizitär ausgebildet sind, dass ich da Möglichkeiten finde, ähm etwas zu verändern. Und ähm nur ein kurzes Beispiel, aber ich hatte auch richtig richtig Gewaltprobleme an den Schul oder an meiner Schule gehabt und für mich war es nicht einfach ähm ich habe mich nicht geil dabei gefühlt, wenn ich den Schüler in die ins Büro geholt habe und dann den äh das äh das das Schulgesetz zitiert habe, Paragraph 64, Ordnungs Erziehungsmaßnahmen und dann Verweis erteilt habe.
Das hat mich nicht geil gemacht. Ich habe Interesse daran gehabt, was ist mit dem Schüler los? Welche Probleme hat er? Und wenn der gespürt hat, der Kollege ist okay, der interessiert sich für mich, dann haben die sich geöffnet, dann haben die zum Teil über Probleme im Elternhaus gesprochen. Äh Vater hat eine neue und Mutter ist traurig und die neue von meinem Vater ist eigentlich scheiße. Und über so vieles könnte ich ein Buch drüber schreiben. hat richtig etwas mit einem gemacht, weil du denn da sitzt und sagst, ich kann ihn jetzt nicht von der Schule schmeißen, denn ich muss Mama einladen und muss mit ihr hoffentlich über diese Probleme reden und wir finden hoffentlich Lösung im familiären Bereich, denn das ist das, was den was Stefan, Mike, Hassan, was auch immer gerade richtig und ich kann dir von einer sehr sehr schönen Erfahrung erzählen.
Ich hatte dann ein Schüler gehabt, immer quer geschlagen, ein bisschen Gewalt und so ein bisschen Aggressivität und letztenendes ist doch aber m Verhalten ist doch immer Ausdruck auch eines Bedürfnisses. Und wenn wir beide also ähm unser Gegenüber nicht abwerten für das, was er macht, sondern hinterfragen, was ist da eigentlich gerade los und welches Bedürfnis hat dieser Schüler, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Das kostet aber verdammt noch mal Zeit und das haben die Lehrer nicht mehr.
Wir haben also nicht mehr die Möglichkeit, uns explizit auf jedes Individuum einzulassen und zu fragen, wie geht's dir? Was machst du? Wie war das Wochenende? Ähm, was hast du vor? Das würde Verbindung schaffen. Und diese Zeit haben wir aber aufgrund der administrativen Scheiße in Schule gar nicht mehr. Kannst du mir folgen? Was habe ich gemacht? Ich habe mir die Zeit genommen auf Kosten meiner Ehe. Ja, ich habe bei so weniger Zeit mit meiner Frau, mit meinen Kindern verbracht und habe gesagt, ich will die Schule rocken.
Da gab's dann halt den den besagten Schüler und habe ich gesagt, Junge, du musst das alles nicht machen. Beispielsweise ganze Gewaltgeschichte und du bist doch ein cooler Typ, du spielst Fußball, habe ich gesehen und du bist sonst auch ganz akkurat. Wo spielst denn? Na ja, da und da in dem und dem Verein und am Wochenende sind wir da und da. Klingt gut. Ich gucke mir das gerne mal an. Ich habe mal Bock zu sehen, was du drauf hast.
Wirklich? Wall, machen sie das wirklich? Klar, Bro. Dann bin ich vorbeigefahren, dann schießt der Kollege noch ein Tor gegen Spitzenreiter. Dann sieht er mich am am Rande stehen und am Montag kommt er die zur Schule und sagt: "Bro, sie sind richtig gut, sie sind Ehrenmann." Und ab diesem Zeitpunkt gab es eine Beziehung, ab diesem Zeitpunkt gab es eine Verbindung und der Kollege ist immer gerade ausgelaufen, weil er sich gesehen gefühlt hat.
Und das ist das Problem. Wenn wir bei der Masslovschen Bedürfnispyramide sind, die du ja sicherlich kennst, dann geht's immer auch um klar Sicherheit, blablabla und ganz oben ist die Selbstverwirklichung. Jeder von uns will gesehen werden. Und wenn wir das hinbekommen im Bereich Schule, Schüler sehen mit ihren individuellen Stärken, aber auch Schwächen, dann sind wir gut dabei. Wenn wir natürlich in die Schule gehen, in den Klassenraum gehen und sagst mir scheißegal, was ihr hier macht, ich kriege meine Kohle auch so und dann wieder nach Hause gehst, dann haben wir ein Problem.
Und ich habe es immer genossen, ähm damals auch mit meinen Sekretärinnen, aber auch gerade mit den älteren Kollegen genau über diese Situation zu sprechen. Was hat sich in Schule verändert? Und äh berichte mich einfach, wenn du irgendwas anderes hören willst, sag mir Bescheid. Ansonsten quatsche ich einfach. Quatsch, ich unterbreche dich. Und da haben die mir gesagt, na ja, wissen Sie, ähm früher hatten wir eine Identifikation mit der Schule.
Das heißt, die Lehrer und Kollegen sind früh gekommen, haben sich ein Kaffee genommen und haben das, was heute gefordert wird, interdisziplinäres Zusammenarbeiten, sich austauschen, haben die damals schon aus einer intrinsischen Motivation herausgemacht. Die haben sich morgens hingesetzt, so was machst denn du heute mit dem und dem, ach, wie läuft's mit der und der Klasse und so weiter. Die sind nachmittags nach der Schule ins Büro gegangen, haben sich beim Stück Kuchen hingesetzt, haben i Unterricht ausgewertet, die waren beisammen.
Und heute haben mir die Sekretärinnen erzählt, kommen die Kollegen 10 Minuten vor Unterrichtsbeginn und gehen 5 Minuten, ich mach mal exemplarisch vorm Unterrichtsschluss schon los, rennen in die in die Bahn, fahren nach Hause. Also diese Identifikation mit der eigentlichen Schule, mit meinem Arbeitsort als solches findet nicht mehr statt. Das fehlt und dann fehlt natürlich auch die Motivation sich über das normale Maß hinaus, also auch nach der eigentlichen Unterrichtszeit mal mit dem Problem oder mit Kernproblemen auseinanderzusetzen, mit den Menschen, mit den Schülern, mit den Familien.
Das ist das Problem, weil wir immer mehr fucking administrative Aufgaben übernehmen, die uns einfach überlasten. Wichtig ist zurück zur Kernarbeit Beziehung zum Menschen, Interesse am Menschen, das ist wichtig. So, jetzt stelle ich mir vor, jetzt habe ich dich ja so ein bisschen kennengelernt und jetzt wirst du zum Schulleiter ernannt und jetzt gehst du her und sagst: "Alr, jetzt kann ich endlich all das verändern, was mich die ganze Zeit abgefuckt hat.
Wie war dein erster Tag und deine ersten Erfahrung als Schulleiter?" Ja, das Problem als solches besteht darin, dass ich mir nicht die Zeit genommen habe, um das ganze System Schule umfangreich zu analysieren. Ich hatte ja vorhin schon von so einer ADS gesprochen und da geht's darum, dass man sieht ein Problem und löst es. Ja, ich gebe dir ein kurzen Beispiel. ähm klingelt das Telefon. Die Sekretärin sagen mir, hier ruft Oma Erner an, die ganzen Zehnklä stehen bei ihr unterm Balkon rauchen und die alte Frau ähm wirklich als Beispiel passiert.
Ja, kein Scheiß jetzt. Und äh die die mag das nicht. Ich gedacht, was wie kann ja wohl nicht sein, wo ist das? Bin ich da runter gegangen, habe die Jungs zusammengestaucht, hab gesagt, das funktioniert hier nicht, Jungs, Respekt vor alten Leuten, blablabla und habe ich gefragt, was eigentlich das Problem hier, ne? die die können ja einfach das Schulgelände verlassen und meine Handlung, ohne dass ich groß drüber nachgedacht habe, war dann einfach zielorientiert.
Aber das funktioniert nicht im Beamtentum, das funktioniert auch nicht in der Verwaltung. Also rufe ich ein Zaunbauer an, sag hier, hör mal zu, umzäune mal das Schulgelände und mach hier ein Tor vor und schließ ab, okay, und schreib mal eine Rechnung und dann gebe ich das im Landkreis. So läuft das. Hatte ich einen Zaun gehabt, hab das Ding abgeschlossen, Problem gelöst. Okay. Und das führt eigentlich, solange wie du es gut meinst, nicht zu wirklichen Problemen.
Aber wenn äh die Lösung ähm wenn meine Problemlösung mit extremen Kosten verbunden ist, dann führt das zu Problemen und dann will man das möglicherweise, mein subjektives Empfinden, nicht immer haben. Und da kann ich dir 100 äh weitere Beispiele nennen, die die letztenendes schnell für Lösungen gesorgt haben, aber langfristig beispielsweise auch dem Landkreis Kosten verursacht haben, wo ich das Gefühl hatte, das will man so nicht.
Man will, dass man will vielleicht auch, dass Probleme eigenständig gelöst werden oder vielleicht will man auch gar nicht diese Probleme existent wissen. Aber fangen wir mal an. Ich bin Schulleiter geworden, habe erstmal eine umfangreiche Analyse des äh der Probleme nicht vorgenommen, aber ich habe sie habe sie erfahren. Na, ich bin auf Lehrermangel gestoßen, extrem Lehrermangel äh und habe quasi äh festgestellt, dass zwischen die die Schule, wo du Schulleiter geworden bist, war nicht die gleiche Schule, wo du vorher Lehrer warst, ne?
Nee, aber da, wo ich Stellvertreter war, diese Schule ist dann auch meine Schule als Schulleiter geworden. Okay. Das heißt, du kanntest die Schule schon? Ich kannte die Schule und ich kannte auch die Probleme und ich kannte auch die Missstände. Ähm Missstände ist jetzt sehr polemisch formuliert, aber ich muss dazu sagen, äh die eigentliche Schulleiterin war eine längere Zeit nicht da. Sie war krank geschrieben und ist dann auch in den Ruhestand versetzt worden.
Das wird man aber nicht, wenn man mal eine Woche fehlt. Du kannst mir folgen, du weißt, was ich meine. Okay. Und die Stellvertreterin, die kommissarisch diese Leitung übernommen hat, ist ein Jahr später in den Ruhestand versetzt worden. Ich will nicht unterstellen, dass die sich schon im letzten Jahr im Ruhstand befand. Das steht mir nicht zu. Das kann ich jetzt mal frei interpretieren. Also, wenn ich äh von allen Fällen, die die ich weiß, wo Leute kurz vom Ruhestand irgendwie längere Krankheitsphasen haben und dann auch eine Vertretung haben, die irgendwie auch kurz vom Ruhestand ist, dann gibt es sehr, sehr wenige Fälle, die sagen, könnte ich bitte meine Amtszeit verlängern, weil ich habe noch so viel vor mit der Schule, sondern häufig tendieren und das sind wirklich glaube ich nicht alle, also woher soll ich das auch wissen, ob es alle sind, aber zumindest von meinem Gefühl her ist es vielleicht auch etwas despektierlich, aber Leute, die sich auf die Rente freuen, freuen sich primär auf die Rente und versuchen nicht häufig noch alles gewuppt zu bekommen, bevor es in die Rente geht, sondern häufig ist das Gegenteil scheint mir der Fall zu sein.
Ja, kann möglich sein. Na ja, und da bin ich dann als zweiter stellvertretender Schulleiter ähm an diese Schule gekommen und habe dann ja, ich will nicht sagen Missstände, aber ich habe doch schon Situationen erlebt, die mich nachdäglich gestimmt haben. Ja, was soll ich sagen? Ähm, wie funktioniert Qualitätsmanagement? Also im Grunde genommen muss ich äh in die in die Klassen gehen. Ich muss schauen, was wird unterrichtet, wie ähm wie verhalten sich die Lehrkräfte, wie setzen Sie das Currikulum beispielsweise um.
Und da habe ich festgestellt, boah, da ist ganz schön was im Agen. Und dann hatte ich quasi Druck gehabt, denn als ich in dieser Zeit Schulleiter wurde, gab es sogenannte Schulvis Visitationen bzw. wie so eine Art Qualitätssicherung, die findet jährlich, zweijlich, dreijhlich statt. Da kommen dann Visitatoren in die Schule und schauen einfach mal sind die Konzepte aktuell, wie schaut der Unterricht Basis aus, wie funktioniert Demokratiebildung und so weiter.
Und ich hatte dann als Stellvertreter bzw. dann auchch später als Schulleiter richtig massive Probleme, weil das lange Zeit nicht bearbeitet worden ist. Das heißt, ich hatte schon alleine Druck gehabt, wenn du so ein Vertretungskonzept schreiben musst oder wenn du äh ein Schulleitbild neu schreiben musst, weil das 10 Jahre alt ist oder was auch immer. Also, da habe ich deutlich gemerkt, okay, da gibt's Probleme, da muss ich relativ viel aufarbeiten und das macht man nicht einfach am im stillen Kämerlein, sondern bist als Schulherter dann verpflichtet, die entsprechenden Gremien noch mit ins Boot zu holen.
Und da ist mir dann aufgefallen, dass oftmals, nicht immer, aber oftmals auch so eine gewisse, na ja, ich will nicht sagen Lethargie herrscht, aber dass man einfach gesagt hat, warum jetzt der ganze Scheiß, es läuft doch alles. Lass uns doch alles so lassen, wie es ist. Ja, so diese diese hedonistische Tretmühle so ist alles okay, wir haben uns damit adaptiert, läuft auch alles ganz gut. mein Anspruch und deshalb hatte ich zu Beginn des Gespräches schon deutlich gesagt, ich habe mal so ein bisschen Leistungssport gemacht, der war aber ein anderer.
Ja, und da habe ich gesagt, wir können doch so viel hier rausholen und wir können so viel besser machen und lasst uns doch und so weiter. Und da habe ich dann sukzessive angefangen an den Stellschrauben zu drehen. Heißt aber auch, dass die Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich zu tun hatte, aus ihrem aus ihrem Nest, wo sich gemütlich gemacht haben, hätten raustreten müssen. Und ja, das ist das ist mit unter schwierig, wenn du dich so ein Stück weit eingesessen hast und dann kommt jemand Neues und sagt, jetzt machen wir es aber besser, jetzt gehen wir mal 10 Minuten früher in den Unterricht, weil wir uns mit den Schülern noch unterhalten oder was auch immer.
Und das das hat letztenendes zu Problem geführt. Und ähm da können wir jetzt ins Detail gehen. Gerne. Also ich versetzt mich in dich rein. Du siehst, hey, es gibt 1000 Probleme, lass uns anpacken. Und gleichzeitig hattest du noch diese Visitatoren anhacken, die gesagt haben, was ist denn hier mit das und Vertretungsregelung und es gibt ja sämtliche Konzepte, das ist das ist Wahnsinn, was da passiert. Und dann setzt man sich hin und äh macht das über ein halbes Jahr, schreibt und recherchiert und hat die entsprechenden Gremien beteiligt und schreibt seine Konzepte.
Damals gab es leider KI noch nicht, ich konnte es damals noch nicht nutzen. Also das war Wahnsinn. Es gab Situationen, da kam der Sec Security, der Wachdienst in die Schule, hat gesagt 22 und ich habe mit meiner mit meiner Kollegin oder mit meinen Kollegen gearbeitet und bis tief in die Nacht hinein. Sie hatte einen Wachdienst in der Schule. Ja, das war eine kreisgeleitete Schule und der ist dann quasi als Sicherheitsdienst gekommen und hat geguckt, ob alle Türen zu sind und da die Türen nicht zu waren, ist er gekommen und hat gesagt: "E, sorry, was macht ihr hier?" Dann haben wir teilweise ewig lange gearbeitet.
Fangen wir mal an mit äh mit mit Vertretungsunterricht. Ähm m fangen wir da fangen wir mal damit an, dass wir in der Schule ein Lehrermangel haben. Okay? Lehrermangel bedeutet, dass wir einfache Mangel an Lehrkräften haben. Mangel an Lehrkräfte bedeutet aber auch, dass zunehmend Kollegen fachfremd unterrichten müssen. Okay? Und das war in unserer Schule auch so. Und wenn ich fachfremd unterrichte und quasi während des also diesen fachfremden Unterricht dann nicht gut vertrete, äh weil ich äh einfach keinen Plan von dem habe, was ich da mache, na ja, dann leidet die Qualität.
Okay, mal so habe ich gedacht, das will ich alles nicht. Ich möchte, dass die Lehrerinnen und Lehrer ihre Konzepte und ihre Schulinhalte auf dem Server legen und beispielsweise auch als Außenstehender jederzeit äh ich die Möglichkeit habe zu schauen, wo ist der Lehrer und was macht der? soll bedeuten, dass der, der dann beispielsweise ähm Fachfamt unterrichten muss aufgrund von Schwangerschaft oder was auch immer die Möglichkeit hat, sich daran zu orientieren, dann macht er also quasi nicht nur irgendein Blödsinnsunterricht, sondern kann den Unterricht auch qualitativ hochfertig weiterführen.
Okay, macht ja, macht Sinn. Ich könnte mir vorstellen, dass wenn man gerade Veränderung ist ja schwierig für Menschen und dann hast du die ganze Zeit deinen Unterricht gemacht und dann kommt jetzt der blöde neue Schulleiter und sagt: "Stell doch mal dein Unterrichtskonzept, kam klam mal auf, was du möglicherweise nur im Kopf hast und irgendwo verschriftlich hast. Verschriftliche das und teil das mit allen, so dass das andere nutzen können." Ist weiß gar nicht, wie viel Stunden man dafür diskutieren muss, äh dass das passiert.
Ja, genauso ist es. Genauso ist es. Und dafür müssen aber erst einmal die Grundlage geschaffen werden. Wir sind bis zu meiner Zeit, als ich Schulleiter wurde, immer noch mit dem Klassenbuch rumgerannt und haben im Klassenbuch eingeschrieben, wer anwesend war und was wir gemacht haben. Ähm in den Eltern ähm in den Elternsprechstunden habe ich aber immer wieder auch wahrgenommen durch Kollegen oder durch Partner, dass mir die Eltern gesagt haben, wir wissen gar nicht, was passiert.
Was mache ich? Ich suche schon 21, lieber Ben. Ich suche Lösungen. Ich habe damals für viel Geld über Fördermittel ein sogenanntes Programm installiert an unserer Schule. Das nannte sich Web und ist Webschule. Hammergeil ist, du wirst dich festhalten müssen. Ähm, ich habe also sämtliche Unterrichtsdaten in dieses webbasierte System eingepflegt und habe die Lehrerinnen und Lehrer angewiesen, wie ein digitales Klassenbuch diese App zu füllen.
Das heißt, also heute Stunde 1, Stefan kam 5 Minuten zu spät, Nicole hat sich super gemeldet und der Unterrichtsstoff, den wir heute gemacht haben, war das und das und das. Das haben die in diese App eingetragen und ähm dann ähm haben die Eltern quasi, wenn sie diese App nutzen wollten oder genutzt haben, diese Information auf dem Handy erhalten. Okay. Und wenn die zu spät gekommen sind, die Kinder ist bei den eine Pushnachricht aufgeploppt, we ich mir gesagt habe, okay, wenn die Eltern das Bedürfnis sammeln, sollen die das Bedürfnis bekommen.
Alles, was gemacht werden muss, ist letztenendes nur dieses System zu bedienen als Lehrer. Dachte ich mir, ist doch irgendwie ganz easy. Und dann bekommen wir über, können wir nachher noch drüber reden über den Digitalpakt sogar noch die Kohle WLAN an die Schule zu holen und entsprechende Laptops bzw. Tablets zu installieren. Dann dachte ich mir, hey, ist doch geil, ist doch eine Win-Win Situation. Aber die Realität sieht anders aus.
Also, wenn so ein Lehrer über Jahre hinweg so ein Klassenbuch benutzt, dann hat er keinen Bock sein Handy zu nehmen, ein Tablet zu nehmen oder an der interaktiven Tafel äh dieses Programm auszufüllen, was uns allen aber helfen würde. Und ich habe immer gedacht, wenn wir Probleme mit äh Schülern haben, die zu spät kommen und das Ganze aber beispielsweise in diese App einpflegen und die Eltern dann pädagogisch auf ihr Kind einwirken, haben wir doch ein Problem weniger.
Macht das doch bitte einfach. Aber es hat nicht funktioniert. Also Lehrer fühlen sich nicht mitgenommen, fühlen sich in diesem Prozess nicht eingebunden, fühlen sich ähm ja, fühlen sich einfach überfordert. Und ähm ja, ich hatte mal eine Diskussion mit einem befreundeten Schulleiter, der hat mir gesagt, du in erster Linie bist du als Schulleiter Busfahrer. Was heißt das? Na, du musst warten, bis alle eingestiegen sind und dann wirst du losfahren.
Und das ist mir aufgefallen. Also, wenn ich also vorpr an Lehrkräften, an hydrogenen Lehrkräften, also mitnehme, die Bock haben auf Veränderung, dann war das gut. Aber ein Großteil ist auch hinten runtergefallen und die fühlen sich dann vorgeführt. Ist ja so wie im normalen Leben auch, wenn ich Erna, die nur noch 5 Jahre hat, dann geht sie in Rente, sagt den Scheiß brauche ich jetzt nicht mehr. einer freien Wirtschaft würdest du eine Schell bekommen, aber in der Schule gab es durchaus auch Kollegen, die gesagt haben, ich will eigentlich diese 5 Jahre hier nur noch absitzen und entspannt mein Ding machen.
Ich brauche jetzt hier keinen Laptop und ich will auch hier nicht irgendwie ein Webschulintragen, was ich gemacht habe. Das habe ich immer im Klassenbuch gemacht und dabei bleibt's. Und dann bist du entweder in harter Schulleiter und wenn du Veränderung schaffen möchtest, setzt du dich durch, gehst also regelmäßig äh in die Klasse und informierst die Lehrin, dass das jetzt ein Diensteauftrag ist, den du erteilst. M oder du versuchst es mit Kuschelpädagogik und sagst immer wieder bitte im Sinn und so weiter.
Und das hat bei mir regelmäßig zu Konflikten geführt, dass ich also Sachen, die ich ähm umsetzen wollte, um umgesetzt habe, wenig mit dem Kollegium gemeinschaftlich äh erörtert habe, sondern einfach aus einem aus einer festen Überzeugung, es besser zu machen, besser machen zu wollen, abgeändert habe. Aber m da sind wir eigentlich beim beim beim Kernproblem dessen, dass ich als Schurleiter ja nur bedingt die Möglichkeit habe, auf das Verhalten meiner Lehrkräfte einzuwirken.
Nehmen wir mal ähm Fortbildungsverpflichtung bei Lehrern. In der freien Wirtschaft würde es sowas gar nicht geben, dass ich innerhalb von 40 Jahren nicht eine Fortbildung machen muss. Bei den Lehrkräften gibt es das aber. In Brandenburg beispielsweise haben wir keine Fortbildungspflicht. Das bedeutet, wenn Lehrer sich eingesessen hat, ähm dann macht er ein Leben lang seinen Unterricht und wenn der Schulleiter einfach kein keine Zeit hat, weil er andere Probleme hat oder andere Aufgaben priorisiert, dann wird er den auch nie hospitieren, wird nie schauen, wie läuft sein Unterricht und dann kann es sein, so wie ich es gehört habe, dass manche Lehrer im Gewibereich, Gesellschaftswissenschaften oder Geschichte noch mit mit äh Büchern unterrichten, die vielleicht außer aus der DDR-Zeit stammen.
Ja, und ich habe das selber auch gehört. ähm, dass Kollegen dann äh nicht mal mehr nicht mal einen eigenen Zugang hatten. Also, ich glaube, vor ein paar Jahren, 5, 6, 7 Jahren, vielleicht ist schon länger her, ähm gab es den den Zugang zum Fortbildungssystem digitalisiert. Das heißt, man musste sich einlocken. Also, als ich Schulleiter geworden bin, gab es auch Kollegen, die haben diesen diesen Link, diesen äh diesen Zugang zur zur Fortbildungsplattform nie aktiviert gehabt.
Das heißt also möglicherweise, dass diese Kollegen auch nie eine Fortbildung besucht haben und das ist das eigentliche Problem. Wenn wir über Schule sprechen, also wenn man sich eingesessen hat und sein ähm ich sag mal so, sein Konzept hat, ähm dann ist das ganz schön, wenn nichts von außen kommt, wenn äh wenn wenn ich wenn ich mich nicht kümmern muss, wenn ich einfach sagen kann, ich mache die Augen zu, sozusagen, mache hier meinen Schuh und geh nach Hause.
Das ist aber nicht das, was wir eigentlich wollen. Und die Frage muss ja jetzt sein, lieber Ben, ist das alles so gesetzlich gewollt? Bevor wir zu der Frage kommen, äh musst du mich noch mal aufklären. Also, es gibt die Unterrichtsfreie Zeit in der Woche, also 25 Stunden Unterricht, 15 Stunden ähm unterrichtsfreie Zeit, Vorbereitung, Nachbereitung, Pädagogik und so weiter. So und dann gibt's ja noch die Schulferien, die sind ja auch nicht frei, sondern auch die sind ja unterrichtsfreie Zeit, aber das ist ja ein Teil von frei.
Also auch ein Lehrer muss ja mal irgendwann Urlaub haben. Gibt's da so ein Regen, dass das 50% frei sind und 50% also föderalistisches System bedeutet äh in jedem Bundesland kann das möglicherweise anders ablaufen, aber ich gehe davon aus, dass es ähnlich wie in Brandenburg auch in allen anderen Bundesländern ist. Du hast 6 Wochen Ferien und die letzte Ferienwoche sozusagen ist Präsenzzeit. Da arbeitest du also noch mal mit den Kollegen zusammen, schaust dir die Lehrpläne an, guckst dir die Schüler an, guckst, welche Sonderfälle haben wir und entwickelst schon für besonders herausfordernde Situation möglicherweise entsprechende Konzepte.
So sollte es sein. Normalerweise ist es so, dass du in der unterrichtsfreien Zeit dich natürlich auch mit dem Thema Schule befasst, denn ähm wenn wir von einer 40 Stunden Woche ausgeben, müsste normalerweise die Zeit äh, die ich dann äh als Ferien zur Verfügung habe, auch entsprechend herausgearbeitet werden. Ob das in der Realität so ist, du kennst sicherlich Leute, die in der Schule arbeiten. Es ist nicht immer so.
Aber lass uns noch mal zu diesem Thema Fortbildung. Die Frage ist ja ähm ist das alles gewollt? Kennen wir das Problem und wie können wir das möglicherweise lösen? Also, ich hatte das damals dann noch mit meinen Kolleginnen und Kollegen lösen wollen, indem ich mit jedem einzelnen Kollegen äh Mitarbeitergespräche geführt habe und entsprechende Vereinbarung, so wie man das außer freien Wirtschaft kennt. Also, lieber Kollege, ich schätze dich sehr, ähm gewaltfreie Kommunikation möglichst positiv und äh wo könntest du dich äh im im Schurleben noch einbringen?
Also wie so eine so eine Art Vereinbarung getroffen und welche Themen äh Fortbildungsthemen, worauf hast du Bock, kann ich dich dabei unterstützen und so weiter. Und da habe ich dann quasi so ein zweijahres ähm Vereinbarung getroffen ähm mit den Kollegen und wollte quasi die Weiterentwicklung der Kollegen auch so ein Stück weit vorantreiben. waren erstmal super Gespräche und das ist ja ähnlich, wie ich dir schon gerade äh von dem Schüler berichtet habe, wenn man da eine Beziehung aufbaut und wenn man tatsächlich sich zum Ziel setzt, jede Woche drei, vier, fünf Kollegen zu hospitieren, was nicht heißt, ich degradiere die oder suche jetzt explizit nach äh nach Sachen, wie ich sie in die Fanne hauen kann, sondern einfach nur ähm Feedback als Chance einer einer Rückmeldung, als Chance eines Wachstums, dann nehmen die das auch gerne an.
Aber die müssen es spüren, dass du für sie da bist und du dich auch für sie interessierst und entsprechende Probleme, die sie schildern auch ernst nimmst. War nicht immer meine Stärke, aber ich habe es zumindest versucht. Dieses Problem ähm Fortbildung kann man lösen. Klar, wir können also Punkte verteilen, wenn es denn gewollt ist im Land und können sagen, wenn du also entsprechende Fortbildung besuchst, kriegst du Punkte wie beim Arzt, das kennst du ja, oder gibt's noch mal eine Prämie, was auch immer, wird aber nicht gemacht.
Okay, dann gehen wir mal weiter. Wir haben Lehrermangel, wenn es okay ist. Du hast irgendwie doch auch mal studiert oderaswas ich auch studiert BWL tatsächlich BWL da könnte man normalerweise Exit Tabelle nehmen. Schau drauf wer geht in den nächsten ein Z d Jahren in Pension in Rente? Welche Fächerbedarfe haben wir? Wir schauen an die Universitäten. Wie viel werden in Mathe nächstes Jahr fertig und kalkuliert das mal für die nächsten, skaliert das mal hoch für die nächsten 15 oder wie viel auch immer Jahre. ist alles möglicherweise in ähm in in Gesamtdeutschland nicht erfolgt.
Deshalb haben wir jetzt diesen krassen Lehrermangel. Und wenn dann wenn da vorausgesagt wird, wir haben in 5 Jahren Bedarf an, dann muss man entsprechende Werbemittel einsetzen und sagen, also Matte ist doch super, wir geben euch hier ein Stipendium, kann man ja alles lösen. So würde es wahrscheinlich in der freien Wirtschaft laufen. Wie es in der Schule gelaufen ist, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall schief gelaufen.
Wir haben krassen Lehrermangel. Ähm, wir haben teilweise an den Schulen in Berlin sowieso ein Überhang an äh Seiteneinsteigern, also Lehrerinnen und Lehrer, die nicht ausgebildet, Universität ausgebildet wurden und als Seiteneinsteiger dann in den Schuldienst reinpreschen. Wusstest du eigentlich, dass ähm von den Lehrern, die als Seiteneinsteiger kommen, mehr als ein Drittel bereits in der Ausbildung sagen, ist nichts für mich.
Wir hatten vorhin die Situation im Studium, als ich dir gesagt hatte, geh mal vor die Klasse, weil wenn du von außen schaust, ist das alles ganz hübsch, aber wenn du reingehst, merkst du ist ja richtig Arbeit, also Hut ab für die, die das leisten und mehr als ein Drittel und mehr als die Hälfte derer, die den Seiteneinstieg gewagt haben, ähm kapitulieren innerhalb der ersten drei Jahre. Das ist ein riesen Problem. Und jetzt muss man sich aber fragen, was macht eigentlich die Politik?
Die Politik holt Leute aus dem aus dem Berufsleben. Erstmal sind die per se nicht schlecht, das möchte ich dich gar nicht sagen. Holt die Leute aus dem Berufsleben und sagt, ihr könnt hier in der Schule euch verwirklichen, wenn ihr Bock habt. Okay. Ähm, das läuft normalerweise so. In Brandenburg ist es das sogenannte Seiteneinsteigerprogramm, 500 Stunden Programm, nennt sich pädagogische Grundqualifikation. Die werden also vorher kriegen die ein Crashkurs, so ein bisschen Methodik und Didaktik und gehen dann werden dann an vorderste Front an die Schule gebracht.
Kannst du mir folgen? Ich kann dir folgen. Das ist ungefähr so. Ich weiß nicht, ich habe ein Fahrrad. Fährst du Auto? Ja, klar. Okay. Ist ungefähr so, als würdest du ein Praktikanten an dein Auto lassen und der sagt, du ich bin gerade dabei. Erst ist leer, aber mit dem Zahnriemen und der Nockenwelle, das da kümmere ich mich drum. Da ist auch niemand, der zuguckt. Und du kannst mir vertrauen, ich habe das alles ganz gut gemacht.
Das passt schon so meine Metapher sozusagen. Dieses 500 Stundenprogramm läuft so, äh, dass äh die Lehrer quasi während parallel zum Berufsbegleiten sozusagen, parallel zum Unterricht an der Schule ähm besoht werden. Okay. 500 Stunden Programm. Wusstest du eigentlich, dass ein ausgebildeter Lehrer 25 mal mehr Einheiten Ausbildung genießt als solch ein Kollege? Wenn du nur die Lehreausbildung da zurück äh darauf anrechnest, dann ja, also wusste ich nicht, dass die genauen Zahlen sind, aber bei ich habe beispielsweise nehme jetzt mal mein Bewstudium, ich habe tatsächlich zweimal sogar bewält studiert. Ähm und wenn ich jetzt hergehe und quasi meine Lebenserfahrung plus zwei Bewstudium ist ja nicht das gleiche wie ein 19-Jähriger, der gestern Abitur gemacht hat und der dann sozusagen dann mache ich die die 500 Stunden und der macht 3 Jahre Studium oder vier Jahre, keine Ahnung, wie lange es dauert.
So, dann ich in dem Fall oder halt ein ein Queren bringt ja noch irgendwie was im Regelfall mit. Der ist ja nicht arbeitslos gewesen 20 Jahre lang und geht dann an die Schule, aber selbst dann hät ein bisschen mehr Lebenserfahrung. Äh, von daher kann man das wahrscheinlich nicht eins zu eins vergleichen. Kann man nicht eins zu eins vergleichen, aber wir sind ja beide hier, weil wir kritisch um die Ecke denken wollen.
Okay, wir haben festgestellt, lieber Ben, dass es doch einen Lehrermangel gibt. Das heißt, also dieser Spezialist, der beispielsweise, nehmen wir mal, ein Ernährungswissenschaftler, ähm der bekommt eine Ableitung, weil er Bio und Chemie unterrichten kann aufgrund des Studiums und aufgrund seiner Arbeit als Ernährungswissenschaftler. Okay. Der geht also in die Schule und kann also als Experte für Bio und Chemie eingesetzt werden.
Wir sind doch aber immer noch, das sagte ich eingangs, immer noch mit dem Problem vertraut, dass wir ein Lehrermangel haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Kollege ausschließlich als Bio und Chemielehrer fungiert, die ist gern null. Das bedeutet, dass wir erstens keine ausgebildeten Lehrer im Bereich Methodik, Didaktik, Pädagogik haben und die dann noch möglicherweise fachfremd eingesetzt werden. Das heißt, wir haben jemand, der verfügt nicht über das Fachwissen, nicht über die nötige Grundqualifikation pädagogisch und dem packen wir dann aber die Klasse und das ist Alltag und das ist tödlich.
Also, das sind Probleme ähm, die wir haben. Und jetzt bin ich aber ketzerisch und sage, wenn also die Staatskassen leer sind und die Beamten Pensionen extreme Kosten verursachen, die Beamten als solches natürlich auch, kann es dann sein, das ist nur eine Frage, ich möchte jetzt nicht, dass ich ketzerisch hier wahrgenommen werde, aber kann es denn sein, dass die durchaus extremst schlechter bezahlten Seiteneinsteiger nicht deshalb von der Politik in die Schulen geholt werden, weil sie erstens Planstellen besetzen und weil sie zweitens viel weniger kosten als gesamt ausgebildete Lehrer und dadurch vielleicht Kosten an Universitäten oder ähnliches eingespart werden und aber auch an Bezügen, die die entsprechenden Lehrer bekommen.
Kann es vielleicht nicht äh auch damit zu tun haben? Punkt. Ist sehr verrückt. Das das war mir nicht klar. Na ja, es ist doch logisch, dass diese schlechter bezahlt werden. Wenn du einen ausgebildetten Lehrer hast, dann ist es eigentlich jetzt fast bundeseinheitlich so, dass die Lehrer aufgrund des Konkurrenzdrucks alle mit einer E oder A13 bezahlt werden. A ist die Beamtenbesäldung und E ist öffentlicher Dienst. Das ist bei den Beamten ja, keine Ahnung, 3in 4000 Netto ungefähr und ein bisschen weniger, wenn du wenn du öffentlich im öffentlichen Dienst bist.
Und man hat als Lehrer sozusagen ähm also in Brandenburg wird man nicht als weniger als mit einer E10 eingestellt. Also jeder, der vor der Klasse unterrichten darf, kriegt mindestens eine E10. und frage mich bitte nicht, was für eine Ausbildung oder Qualifikation diese Leute haben müssen. Wenn du natürlich ein Studium machst und da ein Fach abgeleitet wird, ist das okay, perfekt. Ich kann dir aber von Beispielen berichten, da krauseln dir die Haare.
Ich bin ausgebildeter Sportlehrer und habe das Fachwirtschaft Technik studiert. Das heißt, ich darf beispielsweise auch in einer Werkstatt handwerklichen Unterricht betreiben. Holzbearbeitung, Metallbearbeitung, ich darf mit den Kindern in die Textilwerkstatt gehen, alles so etwas. Und ich habe Kollegen äh gehabt, die haben einen sogenannten TSM Schin gemacht. Tischler, Schreiner, Maschinenschein. Haben also die Befegung erlang, dass sie an äh an an Maschinen an Holzverarbeitenden bearbeitenden Maschinen arbeiten dürfen.
Dann gab's äh Kollegen, die haben ähm Fitnessrainer C gemacht. Das ist eine Kreislizenz, also Übungsleiter C und damit ist die Voraussetzung erfüllt worden, dass diese Kollegen am Standort Schule einen unbefristeten Vertrag als Lehrer bekommen haben. Das heißt nicht, dass diese Leute in ihrem Gebiet schlecht sind. Den Kollegen, den ich selber auch eingestellt habe, der hatte auch eine eine Ausbildung als Versicherungskaufmann.
Also, der konnte auch entsprechend vor der Klasse gut agieren und das war auch ein guter guter Fußballer und der hat sein Trainerschein gemacht und war auch als Sportlehrer okay. Aber zunehmend ist es so, dass wir aufgrund des Lehrermangels Leute einstellen, deren augenscheinliche Qualifikation nicht vorhanden ist. Und wenn dieses 13 Quatsch, ja, 13 Monatsprogramm, dieses 500 Stunden Programm durch ist, dann habe ich als Schulleiter die Möglichkeit, die Eignung dieser Person äh festzustellen. bedeutet, ich habe den regelmäßig hospit hospitiert, ich habe den regelmäßig zur Fortbildung geschickt, zusätzlich zu seinem 500 Stunden Programm und es soll es soll wohl Fälle gegeben haben, ähm wo der Schulleiter diese Verpflichtung des Lehrers abgelehnt hat nach den 13 Monaten, also als unfähig eingestuft hat oder als nicht kompatibel, was auch immer.
Und dann hat man, ich muss jetzt im Konjunktiv sprechen, habe gehört, dass man möglicherweise auch von Schulamtsseite dann gesagt hat, na ja, aber jeder Unterricht, der ausfällt ist immer noch schlechter als vielleicht schlecht gegebener Unterricht. Und wenn ich kenne möglicherweise einen Kollegen, ähm, der dann auch diesen nicht haben wollte und dann ist dieserige aber auch in einer anderen Schule eingesetzt worden.
Also, man sagt möglicherweise, ist eine Privatmeinung jetzt noch mal, äh man sagt äh vielleicht auch ähm, dass es ganz wichtig ist, dass wir Unterricht abdecken, aber die Qualität scheint uns möglicherweise nicht immer ganz so wichtig zu sein und das ist ein strukturelles Problem. Also ist nicht nur so, dass wir in Brandenburg dieses Problem des Lehrermangels haben. Es scheint mir bundesweit so zu sein. Und wenn wir das ganze mal skalieren oder interpolieren und schauen, was passiert, wenn wir möglicherweise vielleicht nicht den besten Unterricht anbieten und nehmen wir die Kochhorte jetzt 5 Jahre oder in 10 Jahren, dann ist der Blick, so hat es Peter Hannem mal gesagt, der Blick in die Schulen von heute ist dann aber auch ein Blick auf das Deutschland von morgen.
Und ähm du hattest vorhin Pisa. Jetzt springen wir gerade noch mal ein bisschen Pisa 2000 angesprochen. Wir haben also einen massiven Bildungsabfall, okay? Und dieser Bildungsabfall, der liegt sicherlich auch mit äh vielschichtigen hängt mit vielschichtigen Problemen zusammen. Aber das Problem, was wir in den letzten Jahren haben, die Probleme des Lehrermangels, die sind da noch gar nicht hineingezählt worden, also zumindest 2015 noch nicht ganz und da wird mir Angst und Bange, wenn ich das verfolge. soll nicht heißen, dass die Seiten oder Quereinsteiger per se schlechter sind, aber es soll heißen, dass wir uns äh wieder grundlegen auf die aus, fort und Weiterbildung von Lehrern konzentrieren müssen.
Und ähnlich wie wir das in der Universität haben, ist es auch in der Schule. Wir haben einen systematischen Abfall an Leistungsanforderungen, sowohl im Ausbildungs als auch im Schulwesen. Also, ich kann mich dran erinnern, als ich in Potam studiert habe, gab es in einem Fachbereich die Information durch meinen damaligen Professor, der mir gesagt hat, na ja, diese Numerus Klaus, der interessiert uns gar nicht mehr hier an der Universität.
Wir machen eigene Eingangs und Zugangs Tests, weil wir in einem föderalistischen System nicht davon ausgehen können, dass die zwei, die du in Mathe hast oder die drei, die du in Physik hast, auch der der gleichen äh gleichen äh Kompetenzanspruch ist, den wir in Bayern haben. Also, das bringt natürlich auch Probleme mit sich und ich spreche aber ganz besonders von einer Inflation der Bildung, sowohl im im schulischen als auch im universitären Bereich.
Und ich kann zumindest in der Zeit, in der ich an der Universität studiert habe, deutlich sagen im Vergleich zu jetzt, dass die Anforderungen den Fächern, die ich beurteilen kann, deutlich zurückgeschraubt wurden. Also Eingangstest im Sportbereich äh sind angepasst worden, ähm Vorlesungsinhalte sind erleichtert worden und so sehen wir das ja gerade auch in den Schulen. Ich kann dir ein Beispiel nennen Brandenburg. Also Brandenburg hat einen extremen Lehrermangel und aufgrund des Lehrermangels haben wir also die Pflichtstundenzahl erhöht um eine Stunde, ich glaube von 25 auf 26 und man hat dann gesagt, weil die Kolleginnen und Kollegen, die leisten hervorragende Arbeit, aber jetzt eine Stunde mehr machen müssen, erleichtern wir euch und schaffen Verwaltungstechnik a verwaltungstechnisch A B C D äh Dinge ab.
Das heißt, beispielsweise in der neunten Klasse, an den Oberschulen äh wird eine sogenannte wissenschaftsproyeddeutische Arbeit, die sogenannte Facharbeit nicht mehr geschrieben bzw. ist vereinfacht. Heißt, die müssen nur noch einen Vortrag machen, ähm anstatt diese Arbeit zu schreiben. Wir haben, weil weil man Zeit sparen will, die zu korrigieren. Na, weil man die Lehrer entlasten möchte. Wenn wir aber Lehrer entlasten und die Anforderung bei den Schülern minimieren, dann ist das eigentlich kontraproduktiv, wenn wir in Bezug auf die Pisaudie schauen.
Stimmst du mir da nicht zu? Ja, klar. Ja, klar. Ich habe noch gerade einen Gedanken. So, was du ja sagst ist diese Lehrermangel nicht Konstruktion, sonder der Lehrermangel geheilt wird durch diese Quereinsteiger ist zwar geheilt, weil wir haben ja dann die Stelle besetzt und es findet ein Unterricht statt, aber der Unterricht ist der muss ja tendenziell schlechter sein, als wenn ich den eine das kann ich so nicht sagen, aber man geht davon aus im Mittel im Mittel.
Also, es gibt sicherlich absolut begnadete Leute, die über den Quereinstieg endlich ihre Passion des Lehrerseins fröhnen können und viel motivierter, viel besser qualifiziert, viel besser vorbereitet sind als Leute, die das 150 Jahre studiert haben. So gibt's bestimmt. Aber im Schnitt, wenn ihr sage, pass auf, ich nehme mal mich jetzt als Betriebswert und ich muss morgen Biologie unterrichten, wird mein Biounterricht besser oder schlechter sein, wenn ein studierter Biologe, der auch Lärmt auf Lärm studiert hat, das machen, wahrscheinlich ist der Biounterricht von dem besser.
Sehr, sehr sicher sogar gebe ich dir recht, wobei wir natürlich unterscheiden müssen, wenn er also jetzt ein Seiteneinsteiger aufgrund der intrinsischen Motivation und weil er echt Bock hat. Wir sprachen vorhin von Berufung, sich berufen fühlen. Wenn der Bock hat, dann kann der auch äh ich sag mal äh im Vergleich äh ein einen grundlegend ausgebildeten ähäh Biolehrer abhängen und so weiter. Aber ich ich äh die Frage muss ja sein, lass uns kritisch denken und lass uns das Ganze einordnen. Ähm, das Land Brandenburg hat jetzt ein Amt geschaffen, ein Beamten Amt.
Also, der Lehrer ist damals beamtet, verbeamtet worden oder wird verbeamtet, wenn er ein Staatsexamen, Master macht, Referendariat und so weiter. Das ist so der Werdegang ist äh unterschiedlich von von Bundesland zu Bundesland. Also, ich habe ein Master gemacht, habe mein Referendariat gemacht, bin dann verbeamtet worden. Punkt. Und jetzt sagt das Land Brandenburg, interessant, aber da muss man queren, man muss sich damit mal mal auseinandersetzen.
Jetzt sagt das Land Brandenburg, wir schaffen ein äh einen neuen ein neues Beförderungsamt sozusagen. Das nennt sich Bildungsamtsmann, Bildungsamtsfrau. Das heißt also Seiteneinsteiger, Quereinsteiger, die nicht über einen Masterstöm verfügen und dementsprechend erst gar nicht verbeamtet werden könnten, weil sie die qualitativen ver ähm Anforderungen gar nicht haben oder nachweisen können, können aber jetzt trotzdem verbeamtet werden und können also diese diese Sicherheit des Landes genießen.
Sie müssen letztenendes die genauen Voraussetzung kann ich dir jetzt nicht sagen, aber dieses Amt des Bildungsamtsmann und Bildungsamtsfrau gibt's jetzt erstmals nur in Brandenburg und das heißt, dass auch Leute mit einem geringeren Leistungsniveau, also beispielsweise nur ein Bachelor, dann unter Umständen verbeamtet werden können, also eine Verbeamtung leid sozusagen. Und da frage ich mich, warum ist das Ganze passiert?
Natürlich, wenn man die Bedarfe auf dem Lehrermarkt decken muss und man will sich im Vergleich zu anderen Bundesländern ähm interessant machen und will Leute auf einem lehrgeften Lehrermark natürlich binden. Die Frage ist nur, ist es das, was ich als Elternteil dann an meiner Schule haben möchte? Möchte ich einen einen Lehrer haben, nicht per se schlecht oder gut, aber der zumindest weniger ausgebildet ist als jemand, der 5 Jahre an der Uni war.
Und die Frage ist, möchte das Land Brandenburg Lehrer haben, die weniger kosten, weniger qualifiziert sind, ja oder nein? Und wenn man das systematisch verfolgt, dann scheint mir das ein strukturelles Problem zu sein, aber das spricht niemand an. Also die Frage ist ja auch, warum hat man das nicht vorausgesehen? Ich gebe dir noch mal eine kurze kurzen Hinweis und bitte dich darüber mal kritisch nachzudenken. Gegenwärtig, das kannst du nachlesen, ist die Schulvisitation.
Das heißt also diejenigen, die in den Schulen ganz explizit schauen, wie läuft Schule, welche Probleme haben wir und den Finger in die Wunde legen. Diese Schulvisitation ist gegenwärtig ausgesetzt. Wenn man auf den Seiten des Ministerium nachliest, dann kann man feststellen, 26 27 ist die Schulvisitation ausgesetzt. Die Begründung, die dafür genannt wird, ist, dass wir aufgrund ähm der Engpässe in in den einzelnen Schulen schon nicht mal mehr Lehrer haben.
Das stand jetzt gerade in der Presse. Ähm, die Prüfungen ähm in Brandenburg sind in Gefahr, weil wir nicht genügend Lehrer haben, die diese Prüfungen möglicherweise auch ablegen können. Okay? Denn die Seiteneinsteiger sind per Gesetz zumindest in vielen Bereichen ähm nicht äh nicht freigeschaltet. Also, du kannst als Seiteneinsteiger keine Prüfung machen, weil du machst dich dann angreifbar, wenn so ein Schüler dann klagt und sagt, der ist nicht ausgebildet, der hat das falsch bewertet und so weiter, sagt man, diese Leute schickt man nicht in die Prüfung.
Man hat also so wenige Lehrer, dass in Brandenburg sogar die Prüfungen Klasse 10 in Gefahr sind. Was macht man? Man holt die Lehrer, die in der Schulvisitation oder äh in der Schul Schul Qualitätsmanagement äh tätig waren. Die holt man dann in die Schulen, wo der Lehrermangel herrscht. Aber was man eigentlich macht, lieber Ben, ist, dass man sich der Daten, Zahlen und Fakten beraubt, die in diesem Jahr eigentlich in der Schule stattfinden.
Normalerweise so würde ich es machen, aber ich bin gestört. Ich habe Fehler gemacht. Deshalb ist das natürlich ein blöder Vorschlag, den ich hier mache, aber ich sage mir, bevor wir Geld ketzerisch, also bevor wir Geld irgendwo wegpacken und irgendwo hinsenden und verteilen, investiere ich doch, wenn ich kein kein Personal habe, dann extern in irgendwelche Qualitätsinstitute und sage euch: "Jungs, fahrt in diese Schulen und sagt uns, was schiefläuft, dass wir so schnell wie möglich Veränderung schaffen können." Man setzt die Visitation aus, das ist nur eine Meinung und Mutmaßung, um vom eigentlichen Problem, welches wir am Standort Schule haben, abzulenken.
Darf ich das so sagen? Ketzerisch würde ich das sagen. Ich sage es aber nicht. Ich zieh jetzt mal eine Parallele. Ich habe zu Hause eine Körperfettwaage, da gehe ich jeden Tag drauf. Die äh trackt auch mein Gewicht und Körperfettanteil. Ähm, manchmal vergesse ich das und wie durch ein Wunder korreliert das sehr stark mit, wenn ich abends noch Süßigkeiten gegessen habe, dann ist es irgendwie schwer morgens auf die auf die Waage zu gehen und denk ich ja okay, ich habe jetzt schon den Kaffee gemacht, das mit der Waage ist jetzt auch der Kleine schläft noch oder ist zu laut oder zu leise da, ich komme da auf ganz ganz kreative Erklärung, die ich mir selbst gebe, warum ich heute mich nicht auf die Waage stelle, d muss ich mich so richtig zwingen.
So. Na ja, und so ist es auch so ist es auch am Standort Schule. Also, ich habe dir jetzt ein ein Beispiel genannt. Wenn wir wenn ich mir die Fächer anschaue, die es in der Schule gibt, dann äh weiß nicht, ob du dieses Fach kennst Geschichte, Geographie und Politik, ne? Ich kenne Geschichte, Geografie und also als Dreifächer kenne ich das sogar. Ja, genau. Und jetzt sagt man aber immer wieder auch in den verschiedenen Schulen, ab jetzt gibt es die interdisziplinäre Zusammenarbeit, Fachübergreifender Unterricht.
Wow, wir fassen die Fächer Geschichte, Geografie und Politik zusammen als das als den Fachbereich Gewi. Gesellschaftswissenschaften. Ja, das klingt erstmal geil mit der Begründung, die ich dir gerade gegeben habe. Wir sollen ja fachübergreifend auch komplex denken. Ja, wenn ich aber in die Schule schaue, dann sehe ich oftmals, dass es keine ausgebildeten Geografie, Politik und Geschichtslehre gibt und dann verkaufen wir das als Innovation.
Aber wenn man dann wirklich raufchaut, dann siehst du, dass äh dass oftmals an der Basis Leute fehlen und dass man kreative Lösungen sucht. Wie ist es im Bereich Navi? Naturwissenschaften, Chemie, Bio und was haben wir noch für ein Fach? Äh Chemie, Bio und äh weiß ich nicht. Und dann wird das Fach, weil wir den entsprechenden, die entsprechenden Lehrer nicht haben, als Navi Fach unterrichtet. Das heißt, jeder also macht einen Lehrer von allem ein bisschen, ja, und unterrichtet möglicherweise dieses Fach noch fachfremd.
Damit haben wir aber keinen Ausfall. Wir verkaufen das als läuft und dementsprechend gehen die Eltern nicht auf die Barrikaden. Und das ist also die nicht das ist, sondern äh es stellt sich mir die Frage, ob das System hat. Denn wenn es mir darum gehen würde, dass wir gut ausgebildete kreative Köpfe erzeugen, dann würde ich doch versuchen, so schnell wie möglich diesen Mangel zu beheben und den Kindern auch explizit in den jeweiligen Kernfächern äh diese Bildung anbieten.
Und äh ja, da stellt sich mir die Frage, warum ist das so? Aber das ist es ist natürlich auch ein einheitliches Problem, wenn wir schauen, welche Leistung welche Leistungsstandards äh äh regelmäßig gesenkt wird. sind wir bei den Bundesjugendspielen. Das hatten wir auch jetzt groß in der Presse gehabt, das Problem. Also, wir stellen uns nicht mehr hin und sagen, ihr müsst Leistung bringen, liebe Schüler, und wir sind stolz darauf, wenn ihr Gas gebt, sondern wir passen uns immer mehr und mehr dem Leistungsniveau der Schüler an.
Bei den Bundesjugendpiel, also sich schinden für etwas einsteht, ist ja gar nicht mehr modern. Geil ist ja so eine so eine gewisse ähm Verwährungshaltung zu ich keinen Bock und so weiter. Das höre ich immer ganz oft. Ich stehe da drüber. Ich brauche mich nicht anstrengen. Brauch mich nicht. Genau. Und dann gibt's auch bei den Bundesjugendspielen äh beispielsweise eine Teilnahmeurkunde. Und ich kenne ganz viele Schulen, da geht's gar nicht mehr um ein Wettstreiten, um den Umgang mit Sieg und Niederlage da, sondern geht's nur darum, dass wir miteinander spielen.
Also ein Kollege hat mir gerade neulich erzählt, befreundeter Kollege, wir machen jetzt Sport und wir zählen nicht mehr die Tore, sondern wir erfreuen uns daran, dass wir miteinander interagieren. Wenn ich das aber interpoliere auf die Wirtschaft, das was Peter Hanne gesagt hat, dann ist dieses Wettstreiten, dieses bewusste Gasgeben, dieses äm etwas wollen Veränderung, wollen Leistungsgedanke, der ist ja nicht mehr da.
Und jetzt schauen wir einfach mal auf die Bildungspolitik. Wenn wir also diese sozialdemokratische äh Gleichheitsgesellschaft haben, SPD beispielsweise ähm und vielleicht auch diesen äh christlichen Leistungsgedanken bei der CDU, dann haben wir grundlegend Probleme. Lieber Ben, in äh in über der Hälfte der Bundesländer gab es in den letzten 5 Jahren SPD regierte Bildungsressource. Und wenn wir also über SPD Bildung sprechen, dann haben wir also immer auch diesen Gedanken von Inklusion, von Schule, Gemeinschaftsschulen sozusagen. Ähm, das bedeutet, dass wir möglichst versuchen, alle Schülerinnen und Schüler an der Schule gleichberechtig zu beschulen.
Kannst du mir folgen, oder? Ja, klar. Das ist erstmal grundsätzlich nicht schlecht. Es ist erstmal etwas, wofür wir gesetzlich verpflichtet sind. Ähm, das müssen wir so machen, aber wir haben Spielraum, wir haben eine rechte und linke Grenze und wenn wir also in den CDU regierten Bildungsresorce schauen, ähm dann wird dort schon versucht nicht die Noten abzuschaffen, sondern Leistungsbewertung ähm, ich sag mal, messbar zu machen.
Und dann wird auch dafür plädiert, ähm, dass Leistung ähm ja generiert wird, indem wir auch nicht inklusiv immer handeln, sondern dass wir auch das Gymnasium stärken beispielsweise. Und äh ich will nicht sagen, dass das ein Problem ist, aber ich habe schon das Gefühl, dass insbesondere in Brandenburg dieser Leistungsgedanke ganz bewusst aberogen wird, dass wir also ganz bewusst auch bei der bei der Vergabe von Noten immer wieder, ich sage mal optimistisch feedbacken.
Ist alles in Ordnung, ist alles schön, ist nicht schlimm, passt alles. Und da wird bei den Schülern aber nicht der Gedanke erzeugt oder die Motivation erzeugt jetzt mehr machen zu wollen, sondern man nimmt das alles alles einfach so hin. Ich gebe dir ein paar Beispiele. Kommt ein Schüler in den Sportunterricht und hat seine Klamotten nicht dabei. Dann gibt es eine eine Box sozusagen, wo frisch gewaschene Klamotten drin liegen und dann bekommt der Schüler äh seine Sportsache und kann mitmachen.
Ich habe Schüler erlebt, die ohne Schulsachen zur Schule kommen. Also, es ist modern und das ist cool. sind nicht die Chucks, die du trägst oder was auch immer, sondern du kommst da einfach hin, hast keine Schulsachen dabei und dann gehen die Schüler in den ins Sekretariat und dann wird gesagt, hier ist dein äh äh hier ist dein dein äh ja dein dein dein Block und dann kriegst du alles. Also, wir tragen den Schülern sozusagen alles hinterher.
Und das führt aber dazu, dass eine gewisse äh Übernahme von Verantwortung gar nicht mehr passiert. Verstehst du, was ich meine? Und und das findet aber auch das findet aber auch extrem dann im Elternhaus statt. Also dieser, ich sage mal Sitten und Moralverfall beispielsweise, den sehen wir auch im Elternhaus. Das heißt also, wenn ich darauf aufmerksam mache, dass das passiert und ich habe regelmäßig solche Gespräche geführt, dann ist dieses Problembewusstsein gar nicht gar nicht existent.
Also die Eltern sagen mir denn ja, passt schon und ist halt so. Also, wenn Schüler geraucht haben beispielsweise, dann hat mir haben wir Eltern gesagt, ja, er kann auch wohl alleine entscheiden. Und dann habe ich aus dem Gesetz zitiert, habe gesagt, du der ist 13, er kann ich alleine entscheiden. Und wenn Sie das nicht verstehen, also wenn wir uns pädagogisch beispielsweise nicht irgendwie auf etwas einigen können, dann liegt hier eine Erziehungsinkompetenz vor.
Und dann habe ich als als Schulleiter oftmals gehandelt, kommen wir gleich noch zu. Ich will nur sagen, ähm, dieser Sitten und Moralverfall, den sehen wir nicht nur bei den bei den Schülern, sondern den sehen wir dann auch ganz explizit in der Zusammenarbeit mit den Eltern im Elternhaus. Und äh das ist schon extrem. Also, ich kann dir ein Beispiel nennen aus meiner Zeit als Gymnasiallehrer, da musste ich Stühle bei Elternversammlung mit in den Konferenzraum stellen, weil nicht nur Mama und Papa da waren, sondern auch Oma und Opa. die waren stolz auf das, was das Kind geleistet hat und wollten am ähm am am ja am Bildungsweg des Kindes äh teilhaben.
Und wenn ich also ähm oder meine Kollegen haben mir das berichtet, wenn beispielsweise an an sogenannten Hauptschulen oder Oberschulen ähm Elternkonferenzen durchgeführt wurden, dann dann sind da teilweise Eltern gar nicht gekommen oder leicht ausgedünnt und die Bereitschaft sich also mit den Eltern problemorientiert ähm zu unterhalten, also die Eltern mit den entsprechenden Lehrkräften, die ist nicht immer da. Und dann fragt sich, wie gehe ich in diesem Bereich äh dann vor?
Was kann ich machen? Wie kann ich helfen? und wie kann ich unterstützen, wie kann ich das Problem beheben? Das war meine Herausforderung als Schulleiter und da bin ich kreativ geworden, bin aber extrem gescheitert, bin richtig hab richtig vor die Fresse bekommen. Ja, ganz verrückt. Ich bin immer noch äh hängen immer noch im Kopf bei deiner Story. Ganz kurz noch mal ganz kurz, bitte sehr. Ich hatte ja eben gesagt, dass ähm dass dieser Sitten Moralverfall da ist.
Sprechen wir noch mal ganz kurz die Transferleistung an, die es insbesondere bei SPD regierten äh Ressource gab. Also in Brandenburg gab es einen sogenannten Schulsozialfond. Super geil. Also da sagt das Land, wenn wenn die Kinder irgendwas brauchen kohetechnisch, dann gibt den das bundesweit gibt's ein sogenanntes Bildungs- und Teilepaket. Heißt, dass jede Familie, die entsprechend bedürftig ist, arbeitslos oder was auch immer, die bekommt erstmal fürs Kind pauschal 200 € 130 im ersten Halbjahr und 65 € im zweiten Halbjahr.
Und dieser Topf ist aber nicht gedeckelt. Das heißt, also wenn die irgendwann in die was ja gut ist in die Klassenfahrt gehen oder wenn die irgendwie an Ausflügen teilnehmen sollen, die Kohle nicht haben, finde ich geil. Kriegen sie die Kohle, können daran teilnehmen, wer nicht ausgegrenzt. Erstmal soweit okay oder SPD hat da so gesagt, okay, das reicht uns nicht, wir machen noch ein Schulsozialfond und dieser Schulsozialfond funktioniert folgendermaßen.
Ich muss ohne es nachweisen zu müssen, ich kann ohne dass ich es nachweisen muss, einfach sagen, ich brauche Kohle, weil ich bin finanziell gerade im Engpass und brauche Geld und das ist ziemlich geil. Ja, und ich habe das alles als Schulleiter, ich habe damals das SGB8 geliebt. Ich bin damit eingeschlafen, ich habe es unters Kopfkissen gelegt und es aufgesogen und habe gedacht, ja, das ist ja extrem cool. Da kriegst du also als Schule Kohle, die du selbst verwalten kannst und kannst dann ähm entsprechend der Vorgabe helfen und Schule kreative gestalten. beispielsweise kaufst du tatsächlich noch Sportkleidung für Kinder, die mal ihr Sportzeug vergessen oder du finanzierst dem, habe ich ja gerade gesagt, die Klassenfahrt oder den Ausflug oder ähnliches und habe ich mir das mal durchgelesen, wie die Bedingung dazu sind und da steht tatsächlich ähm wenn Kinder in finanzielle Not geraten oder die Aussicht darauf besteht, dann kann man das beantragen.
Und dann habe ich damals meinen Kolleginnen und Kollegen gesagt, pass mal auf, gibt mal den Antrag an die Eltern raus, die sollen den mal lesen und wahrheitsgemäß ausfüllen. Und dann habe ich quasi für jeden Schüler, der diesen Antrag unterschrieben hat, pauschal eine Summe X bekommen und konnte die als Schule eigenmächtig dann für genau diese Sachen einsetzen. Das habe ich auch gemacht. Dann musst du dich aber fragen, wie geht man als Schüler dann mit solchen Sachleistungen um?
Und da habe ich dieser Sitten und Moralvorfall, den ich gerade beschrieben habe, den habe ich da immer deutlicher wahrgenommen. Also, wenn Kindern äh eine Klassenfahrt finanziert wurde, ein Wandertag finanziert wurde, wenn die keine Klamotten hatten und du hast den dann Schuhe bestellt, da gab's dieser dieser verantwortungsbewusste Umgang, der ist immer weniger geworden. Ich hatte so das Gefühl gehabt, dass diese Wertschätzung gar nicht mehr da war und insbesondere auch von der bestimmten Klientel ähm ist dieses auch immer wieder was für Klientel.
Na ja, ich bin äh eigentlich darauf gekommen, dass es all diese Töpfe gibt, weil ich immer wieder auch ähm von äh Schülern nicht deutscher Herkunft oder Schüler mit Migrationshintergrund auf genau dieses äh auf genau diese auf genau diesen Sachfalt aufmerksam gemacht wurde. Wir können keinen Sport mitmachen, wir haben keine Klamotten. Okay. Ja, dann habe ich angerufen und mich informiert und dann wurde mir gesagt, ja, dafür gibt's den und den Topf und dann müssen sie eine Rechnung vorlegen. ist eine Rechnung vorgelegt worden von dem schönen Trainingsanzug, der nicht bei Kick oder bei wo auch immer Netto an der Kasse gekauft wurde, sondern dann war das aus dem Sportladen.
Dann sind die 200 € für den Trainingsanzug raufgelegt worden möglicherweise, das ist jetzt nur eine hypothetischen könnte man machen. Und so ist das gelaufen. Also, da ist dann regelmäßig auch ähm von von äh von Schülerseite und von Elternseite dieser Topf geschröpft worden. Und da muss man sich fragen, ob man mit diesen Transferleistungen, die man immer wieder auch zur Verfügung stellt, das Bewusstsein und die Motivation derer Schult, also ja, die die das entsprechend annehmen.
Also ich finde irgendwo muss eine Grenze gesetzt werden, denn wir haben dann so eine Haltung von wir bekommen ja immer, ich lasse meine Schuhe stehen, die sind dann der Pannen gekommen, ich komme wieder und sage, ich brauche noch mal Schuhe. So ungefähr läuft das. Und dann sind wir bei Corona gewesen, da habe ich also Dinge erlebt. Ähm, hypothetisch. hypothetisch, da habe ich Dinge äh da sind, da hätte man durchaus äh annehmen können, dass es solche Fälle gibt, äh die ich aber von mir weise. Ähm da wurden Gelder auch bereitgestellt durch ein Digitalfond äh durch Digitalpakt beispielsweise, da konnten äh konnten Laptops angeschafft werden und so weiter.
Wenn die Schüler äh in Corona gesagt haben, wir haben die entsprechende Ausstattung nicht zu Hause, um Homeoffice äh Homeschooling sozusagen zu realisieren, dann konnten die sich ein Rechner kaufen und dann ist das über ähm ist das finanziert worden. Dann sind die reingegangen, haben sich ein Rechner gekauft. Ähm so habe ich das zumindest gehört. So könnte das gewesen sein, was ich nicht weiß und äh dann ist er beim Nachhinein hätte man dann ja auch den Rechner wieder umtauschen können, nachdem man das Geld ausgezahlt bekommen hat. Äh, ob das alles so passiert ist, weiß ich nicht, aber solche solche Gerüchte gab es und da wird also von Amtswegen her extrem freizügig auch finanziert.
Immer wieder finanziert, da scheint Geld für da zu sein. Da ist richtig Geld für da. Und wenn wir jetzt beispielsweise in die Bundesprojekte schauen, 2021 gab es an meiner Schule das Projekt Schule macht stark, da sind über 100 Millionen Euro bereitgestellt worden und dieses Projekt ist jetzt in ein weiteres Projekt übergeführt worden. Staatschancenchulen, da sind 20 Milliarden Euro bereit gemacht und im Land Brandenburg würde das bedeuten, knapp 50 für 110 Schulen macht irgendwie 40 40 Millionen Euro in in äh in 10 Jahren für die jeweiligen Schulen macht also pro Jahr 400.000 €.
Die Schulen haben das Geld. Die Frage ist nur, wo landet das Geld? Darf ich den Beispiel dafür nennen? Klar, natürlich hypothetisches. Hypothetisch. Okay. Ich bin als äh sagen wir mal, ich wir machen Gedankenexperiment. Ich bin Schulleiter und stelle fest, äh Kinder ritzen sich, Kinder haben massive Probleme zu Hause, alles nur hypothetisch, ist ein Gedankenexperiment. Okay. Ähm, ich suche nach Lösungen. Was mache ich?
Ich habe nicht ausgebildete Lehrkräfte, die sind keine Psychologen, ja, der Großteil nicht und ich weiß auch nicht, wie ich damit umgehen soll. Also suche ich Hilfe. Was mache ich als ADS Patient? Ich kreiere und äh werde werde fündig, indem ich beispielsweise bei einer angrenzenden äh Jugend äh äh an eine Kinder um Jugendpsychiatrie um Hilfe bitte. Ich gehe also zum Fachazt und schildere den das Problem und sage du, ich brauche Hilfe.
Hier gibt's Kinder, die sich ritzen, Kinder, die Gewalt erleben. Das alles irgendwie nicht schön. Kannst du mir bitte helfen? Na ja. Äh, lass uns mal überlegen. Äh, ich könnte dir beispielsweise Gesprächstermine, verbindliche Gesprächstermine anbieten. Gern auch bei dir am Standort Schule mit Eltern. Ich könnte die Lehrer schulen und ich könnte dir einen heißen Draht bieten. Jedes Mal dann, wenn du irgendwelche ähm Extremfeller hast, kannst du anrufen und ich komme hin.
Okay. Ist erstmal Jackpot oder? Klingt doch geil. Ja, klingt doch geil. Okay. Und ähm dann schreibe ich das Konzept und belästige niemanden damit. keine Lehrer, kein niemand, weil vielleicht hätte es gehießen, das ist zu viel, wir wollen da nicht arbeiten. Also macht den ganzen Scheiß selber, ist immer noch hypothetisch. Und wenn dann dieses Projekt daran scheitert, dass die Kosten einer solchen Intervention ähm nicht übernommen werden, sondern dass man mir vielleicht sogar noch sagt, wir können 1000 € hinzusteuern pro Jahr, dann sage ich mir: "Fuck, wenn man gesamtgesellschaftlich den Schaden betrachtet, der da entsteht, weil man nicht hilft, weil man nicht interveniert, dann ist das eigentlich scheiße." Und ähm ich will nicht sagen, dass mir das passiert ist, aber das sind Dinge, wo ich sage, da kriegt gerade Gänsehaut. die regen mich auf, weil ich ähm glaube, in dieser Situation des Gedankenexperiments wäre der Schulleiter ein Schulleiter, der aus einer insrünsischen Motivation helfen wollen würde.
Nächstes Beispiel und jetzt halte ich fest, wieder ein Gedankenexperiment. Du bist in der Schule und äh stellst fest, dass ähm wir äh nee, das kann ich erzählen, das ist in der Presse aufgeploppt, dafür gibt's Zeitungsartikel und deshalb glaube ich hatte mir mein Anwalt damals gesagt, äh darüber können Sie sprechen, wenn das öffentlich ist. Okay. Ähm, ich hatte extreme Probleme mit der Schul Schulhilfe oder so hieß das. äh Schul Hilfe am Standortschule, irgendwie so hieß das.
Das war sozusagen eine Art Schulsozialarbeit in Leid. Ich hatte also massive Probleme an der Schule. Es gab Gewaltvorfälle, es gab Mobbing und so weiter. Und ich habe mich dann im Rahmen meiner Schulleitertätigkeit auch damit befasst, was macht denn diese Kraft hier, die über den Landkreis bezahlt wird an meiner Schule eigentlich? Und die haben ja gesagt, na ja, wir sprechen mit den Schülern, wir schauen, wie wir helfen können.
Ich sag ja, geil, wunderbar. Und dann habe ich also mit meinen Kollegen immer wieder auch über die Probleme, die sich in der Schule gestellt haben oder gezeigt haben, diskutiert und habe gesagt, na ja, aber wenn ihr hier den Kevin oder wen auch immer habt, der massiv Probleme macht, wäre es da nicht sinnvoll, dass diese Sozialarbeiterin dann auch mit in die Klasse kommt, sich das Ganze mal anguckt und dann interdisziplinär vielleicht auch mit den Eltern mal Kontakt aufnehmen nimmt und ihr euch mal in diesem Konsortium zusammensetzt und das ganze diskutiert und haben mir die Lehrer gesagt, ja, das ist es das, was wir brauchen, bitte, bitte setzen sich dafür ein.
Und dann habe ich also wenig überlegt, sondern habe einfach gesagt, ja, liebe Kollegin, gehen Sie mal bitte da in die Klasse mit rein und sprechen Sie mit dem mit dem Jugendlichen, der macht massiv Probleme. Und jetzt dachte ich mir, ich bin im falschen Film. Da hatte mir die Kollegin damals gesagt, na ja, wir arbeiten hier auf einer sogenannten Komstruktur. Was für eine Komstruktur? Die Kinder müssen aus einer intrinsischen Motivation heraus den Weg zu uns wagen und erst dann bieten wir Hilfe an.
Habe ich gesagt, nee, nee, nee, das das funktioniert nicht, weil die Kinder sind oftmals gar nicht in der Lage zu reflektieren, was ihr Problem eigentlich ist. Aber wenn sie also proaktiv vorgehen, dann wäre do etwas dann dann wird doch ein Schuh draus und wenn sie dann noch mit den Eltern reden und wenn sie dann auch beispielsweise mit den mit den Kollegen äh reden im Sinne von geh mal da und darauf ein oder sei mal bestimmt sei mal sensibel äh damit, denn dann wird ein Schuh draus und dann hat man mir damals gesagt äh nee, geht nicht Schweigeflicht und das können wir nicht und wir haben den Auftrag und nur so geht das und was mache ich hat er mir dann, als ich schlafen gegangen bin das SGB8 rausgeholt, das Sozialgesetzbuch und hab so ein bisschen geguckt. guckt und ich hatte damals ziemlich äh ich war damals nicht gut in zwischenmenschlichen Beziehung.
Vielleicht bin ich es heute auch noch nicht ganz, aber ich arbeite daran und habe dann einfach gesagt, okay, hör mal ganz kurz zu, ich bin Schulleiter, ich habe das Recht hier und diejenigen, die mir unterstellt sind und so weiter, den bin ich weisungsbezfugt und ich möchte das. Und dann ist das Ding eskaliert. Wenn man den Zeitungsartikel liest, dann sieht man, dass die äh dass die Kollegin dann oder das Jugendamt die Hilfe abgezogen hat.
Also, ich bin eine Brennpunktschule, habe massive Probleme, fordere Dinge, die Schule besser machen und man zieht mir die Schulsozialarbeit ab, die auf eine Kom, die auf einer Komstruktur arbeitet. Okay, weil du gesagt hast, you, Kommstruktur, du musst auf eine G-struktur sozusagen. Du musst auf eine proaktive, du musst auf die Leute zugehen. Du musst zu Hause bei den Leuten klingeln, du musst äh mit den Eltern reden, du musst mit den Lehrern Konzepte entwickeln, blablabla.
Okay, das ist für mich einfach lustiger, sorry, dass ich unterbreche, aber ich stelle mir gerade vor, ein Vertriebler würde arbeiten auf einer Komstruktur. Dann sitzt bei sich im Büro, hat die die Beine am Tisch und dann gehst du als Chef da rein. Was machst du? Ich arbeite, ja, wie du arbeitest. Ich arbeite auf einer Komstruktur. Der Kunde muss zu mir kommen und solange er nicht kommt, kann ich nichts machen. Den wür man links und rechts Ohrfeigen, wird man den.
Ich nicht. Ich würde den Weg der Kommunikation nutzen. Das habe ich auch gemacht. bin also ins äh bin also ins das entsprechende Amt gegangen und habe mein Anliegen vorgetragen. Ähm du bist also ins Amt gekommen sozusagen da hast du sicherlich offene Türen aufge vorgefunden und die gesagt haben, wir arbeiten auch auf einer Komstruktur. Der Marcel ist heute hier, was können wir für dich tun. Genau. Und ähm da ist mir erklärt worden, dass das nicht geht, dass langfristig Verträge mit diesem Partner gemacht wurden und äh diese Verträge eingehalten werden.
Und ich habe dann darum gebeten, dass mir entsprechende Leistungsberichte, also was macht dieser Partner eigentlich und womit rechnet der womit rechnet der quasi Leistungen ab? Ähm die wollte ich wollte einfach mal wissen, was macht der und und wie sieht das aus? Musst du noch mal erklären, was du musst vorstellen, Landkreis, ne? Ja, der Landkreis äh hat also ein ähm ein Vermögen sozusagen soziales ist übrigens der größte Post in einem Haushalt, das weißt du ja. Ähm der hat also die Möglichkeit, Träger zu akquirieren und zu beauftragen.
Und erst machen wir das nächste Fass auf. Ähm, wenn du einmal investigativ recherchierst, dann haben SPD geführte Bildungsresource immer etablierte Träger. Das sind oftmals die gleichen Träger. Okay. Kannst du mal Beispiel für Träger geben? Also Träger sind quasi Unternehmen Unternehmen genau die das Unternehmen die mit dem Landkreis zusammenarbeiten und deren Auftrag beispielsweise Sozialarbeit oder beispielsweise Demokratiebildung oder beispielsweise Gewaltprävention durchführen.
Also ich mach dir mal sorry ein plakatives Beispiel. Ich gehe, könnte jetzt zum zum Land gehen, sag, pass mal auf, ich bin der Ben, ich mache jetzt eine Firma für äh Sozialarbeit und Bildung und Sozialgedöns. Und ich bin total toll und ich habe da Leute für, die machen das und da machen wir mit mir ein Vertrag über keine Ahnung 5 Jahre und ich gehe an die zehn Schulen, überweiß man keine Ahung 5 Millionen Euro und dann stelle ich dir pro Schule 2,3 Leute mit die das.
Mach dir keine Sorgen, ich kümmere mich. Und dann bin ich dafür verantwortlich, dass es auch passiert. Ich stelle natürlich die monatliche Rechnung und äh dann setze ich jemand rein, der auf einer Komstruktur arbeitet, weil so ist natürlich der Vertrag auf einer Komstruktur und dann läuft der Marcel in mein Mitarbeiter, der in der Komstruktur arbeitet und Marcel sagt, jetzt musst du mal was anderes machen. Der Mitarbeiter sagt, nee, nee, nee, ich bin ja hier in der Komstruktur.
Ja, korrekt. Und jetzt geht's aber weiter. System Delegitimierer groß an Tim würden behaupten, jetzt wird's ein bisschen eng. Muss ich mich ein bisschen konzentrieren, weil ich mich auf Glatteis begebe. System Delegitimierer würden behaupten, dass diese Träger sich selbst evaluieren und äh dem Jugendamt als Auftraggeber entsprechend die die Rechnung stellen. Wenn man sich ähm im SPD regierten Resort anschaut, wer sind das, dann sind das aus meiner Perspektive immer die gleichen Träger. kann man einfach nachgoogeln, wer das alles ist.
Und diese Träger, hatte ich das Gefühl gehabt, ähm geben aufgrund ihrer Legitimation, Größe und Struktur sich ähm ziehen die den überwiegenden Teil an Geldern ähm heraus und ähm leisten dann diese Arbeit am Standort Schule oder an den Familien. Als ich also damals dann wissen wollte, was machen die und wie arbeiten die, hat man mir den Rechenschaftsbericht nicht ausgehändigt, weil man gesagt hat, ich bin nicht Auftraggeber, sondern Auftraggeber ist das Jugendamt.
Bedeutet, die schreiben ihre Leistungen allein, diese Träger, rechnen die mit dem Jugendamt ab und generieren Fördergelder aus dem Landestopf. Ähm, das ist in etwa so, als würdest du, du hast gesagt, du fährst ein Auto. Ja, ist in etwa so, als würdest du ähm ich mach's mal plakativ, als würdest du in die Werkstatt fahren, sagst, mach mal hier irgendwie und dann sagt der, es äh klappert irgendwie, aber passt schon, denn ich sehe, dass es gut ist.
Ist jetzt TÜF, es ist jetzt TÜF fertig gemacht. Also, wir haben äh mehr oder weniger keine Instanz, die das, was dort gemacht wird kontrolliert und kritisch betrachtet. Mir ist das aufgefallen, das erste Mal, als ich mit Schulbegleitern zu tun hatte. Das heißt, also du gehst in eine Schule, Inklusionsschule, ähm hast also eine hohe Hedrogenität einer Schülerschaft und da gibt's immer wieder auch äh ja, Kinder, die brauchen einfach Hilfe und dann wird beim Amt möglicherweise beantragt, ich brauche hier ein Schulbegleiter.
Und dieser Schulbegleiter ähm hilft dann normalerweise äh im im Schulalltag äh diesem Kind. Und ich bin damals Schulletter geworden, dachte mir, was laufen denn hier für Leute in meiner Schule rum? Also, die die sehen ja alle aus als Ja, also okay. Und dann haben mir meine Kollegen erzählt, das ist der Schulbegleiter für den und den. Und immer wieder hatte ich auch die Information, dass der Schulbegleiter eher stört, als das ja unterstützt, wenn der so munterrecht ans Handy geht und nicht wirklich pädagogisch auf das Kind äh einwirkt.
Und dann habe ich mich, das ist wieder ketzerisch, dann habe ich mich äh sehr mit dieser Systematik oder mit dieser Problematik auseinandergesetzt und habe festgestellt, dass ähm oftmals die Träger, die also vom Landkreis beauftragt wurden, ihre Schulbegleiter selbst qualifizieren und abrechnen. Das bedeutet also, ich kriege im Durchschnitt für so eine Schulbegleiterstunde 50 € und dem gebe ich das den Mindestlohn keine Ahnung 15 € oder was auch immer und habe also ein Gewinn von 35 €.
Mir schien es so, dass oftmals solche Leistungen abgerechnet werden und äh mir schien es so konjunktiv ähm und man würde sich am am Sozialstaat mit solchen Mitteln bereichern wollen. Okay, aber natürlich nur, wenn die Zusammenarbeit entsprechend äh über die jeweiligen Träger läuft. Okay, gleiches hatte ich den Eindruck ähm bei ähm bei Familienhelfern. Also, du musst dir vorstellen, als ich Schulleiter war, war mein Wunsch und mein Interesse, dass äh dass ich Hilfe zur Selbsthilfe anbiete.
Also, wenn Familien extreme Probleme hatten und mir Mütter oder Väter signalisiert haben, ich schaffe das alles, ich bin gerade in der Trennung, ich bin überfordert, depressiv verstimmt, blablabla, dann habe ich ähm
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