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Niklas Steenfatt · @NiklasSteenfatt
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Most replayed moment #1
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ich hatte so einen Spaß. Ich war so ein Fanboy auch einfach, da im Beach Club in Capetown meine schachlichen Vorbilder und noch Schachcreator kennenlernen zu dürfen, deren konnte nicht selbst regelmäßig anschauen. Das war so eine tolle Erfahrung und natürlich hieß Party
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Most replayed moment #2
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mir nicht erspielt, aber eine tolle Erfahrung war es, zumal ich als einer der drei Schachstreamer noch eingeladen war zu einer exklusiven Party mit der Schachelite. Man könnte fast sagen von Schachparty zu Schachparty. Ah Leute,
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Most replayed moment #3
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Partie noch gegeben hat, die ersten paar Züge von Weiß einfach kopieren. Da ist man auf der sicheren Seite. Der beste Plan in den ersten Zügen nicht sofort die Symmetrie brechen. Ich habe sofort die Symmetrie gebrochen, Leute. Ich weiß auch nicht. Ich dachte, es sieht interessanter aus. Magnus ist nun am Zug und ist
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Opening (first 30 seconds)
Ich habe gegen Magnus Carlson Schach gespielt. Ich habe ihn persönlich in Kapstadt getroffen und mit ihm Schach gespielt. Und einige von euch werden jetzt hoffentlich denken: "Wow, oh mein Gott, wie krass ist das bitte, wie cool ist das bitte?" Das ist die angemessene Reaktion. Ein anderen lasst es mich kurz erklären. Magnus Carlson ist der Gat im Schach und das wirklich im Wortsinne. Mir ist kein Sport bekannt, der so von einer einzigen Person dominiert wurde. Selbst ein Michael Felbs, vielleicht noch einer der besten Kandidaten, hatte Rivalen und hat
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Ich habe gegen Magnus Carlson Schach gespielt. Ich habe ihn persönlich in Kapstadt getroffen und mit ihm Schach gespielt. Und einige von euch werden jetzt hoffentlich denken: "Wow, oh mein Gott, wie krass ist das bitte, wie cool ist das bitte?" Das ist die angemessene Reaktion. Ein anderen lasst es mich kurz erklären. Magnus Carlson ist der Gat im Schach und das wirklich im Wortsinne. Mir ist kein Sport bekannt, der so von einer einzigen Person dominiert wurde.
Selbst ein Michael Felbs, vielleicht noch einer der besten Kandidaten, hatte Rivalen und hat auch nicht jeden Wettkampf gewonnen. Und ob jetzt Ronaldo oder Messi der Goat ist, Hamilton oder Schumacher etc. etc., zumindest diskussionswürdig. im Schach hingegen, das ja zumal so unfassbar zugänglich ist, das muss man sich klar machen, dass von hunderten Millionen von Menschen gespielt wird, indem auch dank des Internets ständig neue Nachwuchstalente ausgebildet werden in Europa, in Indien, in China.
Ja, im Schach ist trotzdem seit 14 Jahren ein Mann ganz klar an der Spitze. Wenn man so die Top 10 anguckt, haben einfach die Plätze 2 bis 10 in der Zeit sehr viel gewechselt, aber Platz 1 mit großem Abstand immer wieder Magnus Kreis. Magnus hatte zu Weinen eine Streak von 125 Turnierpartien ohne Niederlage infolge 125 Partien. Es ist so weit gekommen, dass er seinen Weltmeistertitel zuletzt nicht mal mehr verteidigte, weil es ihm zu langweilig geworden ist, wodurch wir im Schach seit einigen Jahren die weird Situation haben, dass es zwar offiziell einen Weltmeister gibt, insgheim, aber eigentlich alle wissen, der beste Spieler heißt Magnus Kaisen.
Ja, und den habe ich herausgefordert und zwar in Kapstadt. Es begab sich nämlich, dass zurelben Zeit, in der ich selbst ohnehin in Südafrika war, dort ein sehr hochkarätiges Schachturnier stattfinden sollte. Die besten Spieler der Welt sind dafür angereist und einer der Kommentatoren zufällig mein Kumpel Niklas. Er war vor dem Turnier dann auch auf Wacation in unserem Airbnb und dann kommt er eines Tages so und fragt mich: "Ey, hast du Lust morgen gegen Magnus Carlsen Schach zu spielen?" Ähm ja, in der Tat würde Magnus am nächsten Tag einen Simultan veranstalten.
Er würde also gleichzeitig gegen 25 ausgewählte Leute spielen, nämlich 22 südafrikanische Schachtalente, zwei bekannte Schachstreamer und mich. Ja, da habe ich mir was vorgenommen. Sehr spontane Aktion und so ist es gelaufen. Okay Leute, wir sind da. Wir sind kurz vor dem Gebäude und kurz vor dem Beginn des Events. Ich habe nicht viel Zeit eine Anmoderation zu machen. Ich musste jetzt reinrennen an meinen Platz. Hoffentlich ist alles gut organisiert.
Wünsche mir Glück. Wir haben es wirklich gerade so noch rechtzeitig geschafft und es gab erst noch eine unangenehme Situation, denn mein Name stand einfach gar nicht auf der Teilnehmerliste, bis sie dann irgendwann gecheckt haben, dass ich einer der drei Schachstreamer bin. Natürlich, ich meine, ich habe immerhin tatsächlich mal ein Schachutorial auf meinem Kanal gepostet und hey, das hat über 600.000 Aufrufe. Ich war also bitteschön kein Hochstapler, trotzdem natürlich ziemlich aufgeregt.
Vor allem als es plötzlich hieß, jetzt würde die Startaufstellung ausgelost. Ich sollte eine Nummer ziehen, um zu entscheiden, wie die Figuren aufgebaut werden. Bitte was bitte? Ja, da hat es mir langsam gedämmert. Wir würden gar nicht Schach spielen, sondern Freestyle Schach. Kurzer Exkurs, im Jahr 1996 hat Bobby Fischer, ebenfalls sein absolutes Schachenie, entschieden, dass ihm Schach zu langweilig geworden ist. Wir sehen eine gewisse Parallele zu Magnus und er hat sich daher eine neue Schachvariante überlegt, bei der die Figuren in der hinteren Reihe zufällig aufgebaut werden.
Er fand es nämlich doof, dass im normalen Schach so viel auswendig gelernt wird. Die guten Spieler spielen tatsächlich die Eröffnung, manchmal sogar die ersten 15, 20 Züge anhand ihrer Vorbereitung und erst danach überlegen sie sich was Neues. Da kann man schon verstehen, dass es auf Topniveau vielleicht mal interessant ist, stattdessen frische neuartige Stellungen zu spielen. Ich selbst aber war jetzt ehrlich gesagt noch nicht ganz an dem Punkt angelangt, dass mir normales Schach zu einfach geworden wäre.
Ich habe erst dieses Jahr mit Turnierschach angefangen und nein, ich kann nicht alle Eröffnung auswendig. Na ja, ich hatte es ja ehrlich gesagt schon befürchtet, das hochkarätige Turnier, das die darauffolgende Woche stattfinden sollte, war halt auch ein Freestyle Chesser. Und generell versuchen Magnus Carlson und der deutsche Investor Jan Henrik Bütner gerade dieses neue Schach populär zu machen bzw. so neu wie gesagt nicht.
Fischer Random Chess erfunden von Bobby Fischer, auch bekannt als Chess 960, weil es 960 verschiedene Startpositionen gibt und jetzt eben rebrand als Freestyle Chess und gerade sehr wog. Ich hatte also schon befürchtet, dass Magnus Carlson im Simultan eben auch Freestyle spielen würde und ich habe deswegen sogar im Auto auf dem Weg zur Veranstaltung noch mal geübt. Drei Partien habe ich online gespielt, alle drei habe ich verloren und der Gegner für die vierte Freestyle Chess Party meines Lebens, nun also Magnus Carlson.
Immerhin die gute Nachricht: Magnus würde nicht alleine spielen, sondern immer abwechselnd gemeinsam mit Levon Aronian. Die schlechte Nachricht: Levon Aronian ist einer der besten Freestyle Schachspieler der Welt und er hat später die Woche darauf dann auch jenes Turnier in Südafrika tatsächlich gewonnen und im Finale sogar Magnus selbst besiegt. Nun gut, der Würfel war trotzdem geworfen und die Tatsache, dass die beiden sich abwechseln müssen und dann auch noch gegen 25 Leute gleichzeitig spielen natürlich und ich dadurch viel länger würde nachdenken können als sie.
Das war zumindest ein Trumpf für mich. Game On. Die Eröffnung ist im Freestyle Schach besonders schwierig, da man bereits ab dem ersten Zug gut nachdenken muss. Levon entscheidet sich den Bauern von C2 nach C4 zu ziehen. Und ein einfacher Tipp für Schwarz, den Nixas mir vor der Partie noch gegeben hat, die ersten paar Züge von Weiß einfach kopieren. Da ist man auf der sicheren Seite. Der beste Plan in den ersten Zügen nicht sofort die Symmetrie brechen.
Ich habe sofort die Symmetrie gebrochen, Leute. Ich weiß auch nicht. Ich dachte, es sieht interessanter aus. Magnus ist nun am Zug und ist auf jeden Fall auch überrascht, was wahrscheinlich aber nichts Gutes bedeutet. Und als er mit B3 fortsetzt und damit bereits beide weißen Läufer aktiviert sind, aber noch keiner von meinen, da geht mir vor allem eines durch den Kopf. Haben wir ein gutes Bild vom Handshake mit Magnus? 90% meiner Hirnkapazität beansprucht diese Influenzersorge.
Mit den restlichen 10 % entscheide ich mich mich umzuiden und dann doch noch den Bauern nach C5 zu ziehen. Der weiße Läufer kommt raus. Meine Stellung fängt an löchrig auszusehen. Mein eigener weißfältriger Läufer kommt nicht mehr ins Spiel, da ich den Bauern davor gar nicht mehr ziehen kann, sonst würden sie meinen Läufer schlagen. Ja, nach zwei Zügen stehe ich bereits schlechter. Aber ich verze natürlich nicht, sondern entwickle ebenfalls einige Figuren und ziehe vor allem die Dame mutig nach vorne.
Soll man eigentlich eher nicht machen im normalen Schach, aber hey, es ist Freestyle und Levon überlegt nun tatsächlich recht lange, wie er diesen aggressiven Zug am besten parieren würde. Er entscheidet sich schließlich selbst die Dame zu ziehen, lässt den von mir angegriffenen Bauern damit aber trotzdem ungedeckt. Meine Gelegenheit in Führung zu gehen? Leider nein, denn wenn ich den Bauern schlüge, würden sie anschließend Jagd auf meine Dame machen und sie vier Züge später dann auch einfangen können.
Das berechne ich tatsächlich erfolgreich und dann steht aber auch plötzlich schon wieder Magnus vor mir und ich mache stattdessen schnell einen anderen Zug und dann passiert das Unglaubliche. Magnus gerättsch mal ins Grübeln. Er ist sich unsicher, wie er reagieren soll. Ihm fällt nichts Gutes ein. Er Oh, never mind. Er war nur abgelenkt und er hat schon über die nächste Partie nachgedacht. Nun gut, nach einigen weiteren Entwicklungen den ersten Schlagabtäuschen und insgesamt 17 Zügen gelangen wir zu dieser Stellung.
Ich stehe schlechter, aber nicht viel viel schlechter. Ich bin durchaus noch im Spiel und wir haben auch noch gleich viele Figuren bis jetzt, denn wieder ist nun einer der weißen Bauern komplett ungedeckt. Er war zuvor vom Turm gedeckt, aber dann hat Magnus den Springer dazwischen gezogen, sodass der Bauer plötzlich gar nicht mehr verteidigt wird. Und wenn die Dame den Bauern nun schlägt, geschieht das ja zu mal mit Schach auf den König.
Ich würde mich also anschließend in Ruhe wieder zurückziehen können. Man muss dazu sagen, die menschliche Fehlbarkeit. Selbst der Großmeister hatte sich wenige Augenblicke zuvor offenbart. An einem der Nachbarbretter hatte Levon Aronian einen groben Schnitzer begangen zur allgemeinen Heiterkeit und vor allem der Heiterkeit von Magnus Karlsen. Ja, aber sollte Magnus vielleicht vorsichtig sein mit dem Gelächter? Ist ihm nun womöglich entgangen, dass ich nun einfach ihren Bauern würde schlagen und damit in den Vorsprung gehen können?
Hat Magnus Karlsen gegen Niklas Steenf einen fahrlässigen Fehler begangen? Nö, meine Tollkühnheit, meine Habg, meine Blutlust entpuppt sich leider als fataler Irrtum. Gut, mir gelingt es zwar noch meinen König durch einen Rochademanöver in Sicherheit zu bringen. Und da mal kurz Retalk, ich war mir in dem Moment nur so 80% sicher, wie dieser Zug bei dem König und Turm die Plätze tauschen tatsächlich funktioniert ist, nämlich im Freesty Schach, nicht wie im normalen Schach.
Aber ja, dieses Manöver gelingt noch im Anschluss allerdings öffnet sich die Glinie. Die weißen Figuren werden zu aktiv und dringen in meine Festung ein. Und das ist das Faszinierende im Schach. In dieser Stellung könnte ein Anfänger noch denken, gut, Schwarz hat nur ein Bauern weniger und ja, weiß kann jetzt den Läufer gegen den Turm tauschen, aber vielleicht wird anschließend auch die schwarze Dame aktiv und startet einen Gegenangriff.
Das passt noch. Es passt nicht mehr. Ich stehe völlig auf Verlust und dieser schöne Zug von Magnus besiegelt die Angelegenheit. Der Punkt ist, ich kann ihren Läufer nicht mal schlagen, da ich dann in drei Zügen matt gesetzt würde. Ich sehe das zwar und hindere mit Mühe und Not, den Springer daran zu meinem König vorzudringen, doch mein Turm und damit auch die Partie ist nicht mehr zu retten. Meine letzte verzweifelte Idee, doch noch ein Dauerschach mit der Dame zu versuchen.
Diese Strategie, obwohl man eigentlich am Verlieren ist, das einfach nicht einzusehen und immer wieder ein Schach zu geben, bis die Partie für Unentschieden erklärt wird. Ist tatsächlich eine echte Strategie im Schach. Leider stellt sich heraus, dass auch Magnus die Strategie kennt. Er riegelt alles ab und ich sehe nun endlich ein, dass hier Hopfen und Mals verloren sind. Gegen Magnus und Levon hat es heute doch nicht ganz gereicht.
Ja, was soll ich sagen? Manus Kaisen, Niklas Stehenf, der rein schachliche Favorit war von Anfang an klar. Und in dem Sinne hatte ich ja auch nichts zu verlieren. Ja, wenn man der klückste im Raum ist, ist man im falschen Raum und ich war da auf jeden Fall im richtigen Raum mit Magnus und den ganzen anderen super Großmeistern. Na ja, äh ich habe mein Bestes gegeben. Es hat super viel Spaß gemacht. Ich freue mich, dass ich hier mitspielen durfte und glaube auch, dass es ein cooles YouTube Video wird.
Ja, Ruhm auf dem Schachbrett habe ich mir nicht erspielt, aber eine tolle Erfahrung war es, zumal ich als einer der drei Schachstreamer noch eingeladen war zu einer exklusiven Party mit der Schachelite. Man könnte fast sagen von Schachparty zu Schachparty. Ah Leute, ich hatte so einen Spaß. Ich war so ein Fanboy auch einfach, da im Beach Club in Capetown meine schachlichen Vorbilder und noch Schachcreator kennenlernen zu dürfen, deren konnte nicht selbst regelmäßig anschauen.
Das war so eine tolle Erfahrung und natürlich hieß Party auch hier, dass einfach jede Menge Schach gespielt und analysiert wurde. Auch ich habe den Abend noch mit einer letzten Schachpartie abgerundet. Diesmal allerdings gegen einen etwas leichteren Gegner als Magnus Karlsen, den ich dann auch erfolgreich bezwang. Ja, für Yamuride heute Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Ich hoffe, das Video hat euch Spaß gemacht, Leute.
Totaler random Upload natürlich auf meinem Kanal, aber das musste einfach sein. Wenn dir das Video gefallen hat, dann schau mal dieses an von meinem Zweitkanal. Ich habe nämlich nicht nur gegen Magnus Carlson gespielt, sondern auch gegen David Döbele und der ist fast genauso gut. Co?
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